Unser Treffen begann ungewöhnlich still – mit der Mittagshore und dem gemeinsamen Gebet in der Schottenkirche. Ein außergewöhnliches Erlebnis: Hymnus, Psalmen und Schriftlesung schufen in Mitten des Alltags ein Gefühl von Ruhe, Einkehr und gemeinsamer Verbundenheit.
Anschließend ging es zu Tisch ins Alt-Schottenheim. Viel Zeit zum Essen blieb unserem Abt Nikolaus allerdings nicht, denn er musste sich sogleich unseren neugierigen Fragen stellen. Das Timing hätte mit dem zeitgleichen Beginn des Konklaves in Rom und einem Insider Kontakt (P. Laurentius) nicht passender sein können. Besonders eindrücklich bleibt jedoch der Rückblick auf den Moment seiner Berufung: Auf der Fahrt mit dem 43er von Dornbach zur Uni entschied er sich spontan gegen ein Medizinstudium und für die Theologie.
Seit März 2021 steht Abt Nikolaus nun an der Spitze des Schottenkonvents und die Herausforderungen des Amtes spricht er bei uns ganz offen an: Sorge um Nachwuchs im Orden und Pastoral und die Verantwortung für den gesamten Stiftsbetrieb, d.h. Schule, Museum, Benediktushaus, Forst und Landwirtschaft sowie die Öffnung & Modernisierung des Stiftes.
Hervorzuheben sind natürlich auch seine Herzensprojekte, wie die Restaurierung des 200 Jahre alten Flötenautomaten und der bedeutenden Grabdenkmäler von Starhemberg und Khevenhüller in der Schottenkirche.
Ein Lunch, der unser Herz und Geist berührte und Zuversicht für die Zukunft des Schottenstifts gibt.
Maximilian Attems-Gilleis (MJ 01a)




