18. Mai 2023: Der Muttergottes die Leidtragenden des Krieges und den Frieden anempfehlen

An „Christi Himmelfahrt“  hielten die Mönche des Schottenstifts zusammen mit Mitgliedern der Schottengemeinde und Gästen die zu diesem Fest auf dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs gelobte Maiandacht. Abt Nikolaus Poch verdeutlichte in seiner Ansprache, dass die Maiandacht zu Füßen der Schwarzen Madonna im Konventgarten im Zeichen der Dankbarkeit für eine lange Zeit des Friedens in Österreich und in weiten Teilen Europas steht, gleichzeitig aber unter dem Eindruck eines schrecklichen Krieges in der Ukraine. Dieser Kriegs-Eindruck sei im Vorjahr noch stärker gewesen, als zur Zeit der Maiandacht Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine im Benediktushaus, also in nächster Nähe, untergebracht waren. Abt Nikolaus appellierte an die Versammelten, sich nie an die Tatsache des Krieges zu gewöhnen, sondern sich gerade auch durch das Gebet für den Frieden einzusetzen und — mit einem Wort von Papst Johannes Paul II. — „Handwerker des Friedens“ zu sein. Diese Handwerker brauche unsere Welt dringend. Abt Nikolaus erinnerte bei dieser Gelegenheit an die Worte des Generalsekretärs der internationalen Gemeinschaft von Sant’Egidio, Cesare Zucconi, der vor einem Monat im Schottenstift einen Gastvortrag gehalten und dazu aufgerufen hatte, sich mit dem Krieg nicht abzufinden. An der Maiandacht nahmen auch die Studenten des Salzburger Kollegs St. Benedikt mit ihrem Rektor P. Otto Grillmeier OSB teil, die sich als Gäste im Schottenstift aufhielten.

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