27. Mai 2022: Zu Gast bei den Reiner Zisterziensern

Ihr Konventausflug führte neun Mönche des Schottenstifts am Freitag nach Christi Himmelfahrt in die Steiermark. Die Schottenmönche besuchten dort das älteste ununterbrochen bewohnte Zisterzienserstift überhaupt, Stift Rein – nordwestlich von Graz –, gegründet 1129. Pater August Janisch zeigte den Gästen aus dem Schottenstift neben der freundlich-hellen Barockbasilika den Kreuzgang mit der Äbtegalerie, die Marienkapelle mit der Reiner Madonna aus dem 14. Jahrhundert und der Grabstätte des Stifters, Leopold der Starke von Steyr, dem ersten Landesfürsten der Steiermark. Die Schottenmönche besichtigten die historische Bibliothek, die Sommer-Chorkapelle mit den bemerkenswerten Intarsien und die auf das frühe 13. Jahrhundert zurückgehende, aber zeitgenössisch freskierte Benediktskapelle.

Pater August hat sich nach langer Berufserfahrung als Diözesanpriester bzw. Pfarrer vor zwei Jahrzehnten den Zisterziensern angeschlossen. Als Pfarrer bemühte er sich unter anderem besonders um sozial schwache Mitmenschen und wurde in der Folge zum ersten Empfänger einer österreichischen Briefbombe. Auf die Mittagshore und das gepflegte und gemütliche Mittagessen mit den gastfreundlichen Reiner Zisterziensern folgten ein Spaziergang und eine Besichtigung der Wallfahrtskirche Maria Straßengel. Diese gilt als Meisterwerk der österreichischen Hochgotik oder sogar als ein „Stephansdom“ in Kleinformat. Abt Philipp Helm erzählte aus der Geschichte des von seiner momentan 14 Mönche zählenden Gemeinschaft betreuten Wallfahrtsortes und zeigte das sicher verwahrte ehrwürdige Kruzifix, das nach einer alten Überlieferung aus einem Baum gewachsen ist. Im Anschluss an die Vesper feierten die Schottenmönche vor dem Gnadenbild von Straßengel, „Maria im Ährenkleide“, Eucharistie. Der Konventsausflug 2022 war reich an schönen Eindrücken und schloss mit einer Jause bei einem steirischen Heurigen.

P. Martin Kammerer OSB

Impressionen dazu finden Sie hier.

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