50 Jahre für das Schottengymnasium

Der letzte Schultag des Schuljahres 2025/2026 war für einen mehr als für alle anderen ein besonderer Tag: Altabt Johannes Jung, normalerweise Abt Johannes genannt, trat mit diesem Datum nach 50 Jahren als Lehrer am Gymnasium in den wohlverdienten Ruhestand. Dieses Ereignis nahm die Schulleitung zum Anlass, um gemeinsam zu feiern und zu danken. An die Eucharistiefeier zum Schulschluss schloss eine Feierstunde im Schulhof an.

Abt Nikolaus Poch würdigte das Wirken des Gefeierten mit einem besonderen Geschenk: Ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich kam, sah und korrigierte“. Abt Johannes habe in all den Jahren nicht nur korrigiert, sondern immer wieder ein gutes, aufmunterndes Wort für Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen gefunden und so seinem Wahlspruch als Abt „Verbum bonum“ – das gute Wort in der Benediktsregel – entsprochen. Das Wohl der Schülerinnen und Schüler und von deren Familien sei ihm immer am Herzen gelegen. Abt Nikolaus dankte dem Jubilar unter anderem ganz besonders für dessen Einsatz für den Jugendkeller.

Danach ergriffen noch Schuldirektor Josef Harold, der Präsident der Alt-Schottenvereinigung, Xaver Marschalek, der Vorstand des Elternvereins der Schule, Georg Ruckenbauer, der langjährige Lehrerkollege Walter Schmid und Ferdinand Schimatschek in Vertretung der Jugendkeller-Verantwortlichen das Wort.

In den Ansprachen kam wiederholt das „gute Wort“ des Jubilars zur Sprache, das auf humorige Weise angespannte Situationen im Kollegium aufzulösen imstande war. Erinnert wurde an einige Stationen im Wirken des Gefeierten, beispielsweise das Jubiläum des zweihundertjährigen Bestehens des Gymnasiums im Jahr 2007, das er als damaliger Schuldirektor verantwortete, oder dass unter seiner Direktion erstmals Schülerinnen an der Schule zugelassen wurden. Wiederholte, besondere Erwähnung fand in den Worten der Redner, dass Altabt Johannes morgens alle einzeln am Stiegenaufgang im 1. Stock der Schule begrüßt und so allen ein Zeichen der Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenkt.

Am Ende kam der Jubilar selbst zu Wort: Er betonte die Bedeutung und das Geschenk des gegenseitigen Vertrauens als unverzichtbarer Grundstein einer Gemeinschaft. Dieses Vertrauen begleitet ihn durch all die Jahrzehnte auch heute noch, wenn er die Jugend im Schottenkeller betreut. Den Schottenkeller wird er noch weiterhin betreuen.

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