7. Podiumsdiskussion: Mental Health – wie steht es um die Psyche unserer Jugend?

Drei Jahre ist es her, da fand im Festsaal des Schottengymnasiums der erste „mental health day“ statt. Schon damals war Paul Plener, der Leiter der Kinder und Jugendpsychiatrie des AKH vor Ort. Heuer, am 6. März 2025, war er einer von vier Gästen der 7. Podiumsdiskussion der Alt-Schotten zum Thema: „Mental Health – wie steht es um die Psyche unserer Jugend?“ Damals wie heute betonte der wohl bekannteste Kinder- und Jugendpsychiater des Lan- des, dass man jeden Menschen, um den man sich sorgt, darauf auch ansprechen darf. Über Themen aus der Welt der Psyche zu reden ist der erste Schritt um zu helfen. Josef Harold als Direktor beschrieb dazu die konkreten Angebote des Gymnasiums von der Schulpastoral über die Schulärztin bis zur Schüler:innen-Band und den Aufführungen des Schottentheaters. Es ginge der Schule nicht nur um Wissensvermittlung, sondern eben auch um Menschenbildung. Anna Nowshad vom Unternehmensberater Deloitte bestätigt in diesem Zusammenhang den Wunsch der Betriebe nach selbstbestimmten Mitarbeiter:innen. Noten und Zeugnisse beschreiben allenfalls erworbenes Wissen. Aber wie steht es mit Resilienz und Innovationskraft? Paul Plener betont, dass die Voraussetzungen für psychisches Wohlbefinden gar nicht so weit weg von unser aller Alltag sind: Es geht um regelmäßige Bewegung, um bewusste Ernährung, um ausreichend Schlaf und um soziale Beziehungen. Bruno Szmolyan, als Schulsprecher ebenfalls am Podium, spricht sich jedenfalls für einen Beginn um 9:00 Uhr aus. Für psychisches Wohlbefinden ist ein „Wir“- Gefühl enorm hilfreich. Ein „Wir“-Gefühl, das entsteht, wenn die Regeln für den Umgang mit dem Handy gemeinsam entwickelt werden. Wenn jede und jeder so sein kann, wie er oder sie möchte (solange niemand die Freiheit des Anderen beeinträchtigt) und damit jede Form von Mobbing schon im Keim erstickt wird. Das sich eben nicht durch Statussymbole formuliert, sondern durch das Wissen, dass eine Gemeinschaft, wie die bei den Schotten, auch in Momenten der Krise Halt geben kann. Denn „anders sein“ ist nicht gut oder schlecht, sondern „anders sein ist einfach nur anders“. Weitere Informationen zu den „mental health days“ und zur „mental health days Studie 24“ zum psychischen Wohlbefinden österreichischer Lehrlinge und Schüler:innen finden sich unter folgendem Link: https://www.mentalhealthdays.eu

Golli Marboe (MJ 83b)

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