‚Alban Bergs Anfänge, Wurzeln und Wirken‘ – Der Bericht

13 Mitglieder folgten an einem sonnigen Freitagnachmittag im Herbst der Einladung der Vereinigung in die Hietzinger Trauttmansdorffgasse 27, um mehr über die Wurzeln und das Wirken des berühmten Wiener Komponisten zu erfahren.

Zunächst stand eine Führung durch Alban Bergs originalgetreu erhaltene Wohnung in eben dieser Trauttmansdorffgasse 27 an, die übrigens auch virtuell absolviert werden kann (http://www.absw.at/stiftung-wohnung). Wir erfuhren vom Generalsekretär der Alban Berg Stiftung, Dr. Daniel Ender, an Ort und Stelle viel Wissenswertes und Neues. So zum Beispiel, dass sich Berg gerne mit seinen Vorbildern umgab, unter ihnen Arnold Schönberg oder aber Publizist und Dramatiker Karl Kraus, wovon zahlreiche Gemälde und Fotografien in der Wohnung Zeugnis geben.

Ganz besonders prominent platziert ist eine großformatige Fotografie Gustav Mahlers von Moritz Nähr über dem Klavier in der Bibliothek, die nach den Ausführungen von Dr. Ender einen einzigartigen Bildausschnitt dieser bekannten Darstellung zeigt. Weiters hörten wir, dass die Familie in den 1910er Jahren regelmäßig die Sommermonate in einem Haus der Familie von Helene Bergs im steirischen Trahütten verbrachte, wo der Komponist an Wozzeck und der Konzertarie ‚Der Wein‘ arbeitete. Das der Bibliothek anschließende Speiszimmer wartete mit weiteren Highlights auf, unter ihnen ein überlebensgroßes Portrait von Alban Berg, das von seinem Lehrer Arnold Schönberg 1910 gemalt wurde.

Abgerundet wurde der Besuch von einem Vortrag unseres Mitglieds Georg Schilling (MJ 97B), der selbst verwandt mit dem Komponisten, einer chronologischen Orientierung folgend viele wichtige Orte im Leben und Schaffen Bergs erwähnte und uns viel Hintergrundwissen eröffnete.

Bei einem Glas Wein und ein paar Brötchen ließen wir den Nachmittag dann gemütlich im Gespräch ausklingen.

Unser herzlicher Dank gilt neben Georg für den Vortrag insbesondere auch unserem Vorstandsmitglied Franz Patay (MJ 79), der den Kontakt zur Stiftung und damit die Führung ermöglichte.

Valentin Winger (MJ 98B)

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