Alt-Abt Johannes Jung: 40 Jahre Ewige Profess

Mit dem liturgischen Gedächtnis der Schmerzen Mariens am 15. September ist der Profess-Tag der Mehrheit der Mönche des Schottenstifts verbunden. Abt Nikolaus Poch erläuterte in seiner Ansprache in der Festmesse den inneren Zusammenhang zwischen dem liturgischen Gedenken und der Profess: Ähnlich wie Maria auch in den schwersten Stunden bei ihrem Sohn geblieben ist, müssen sich die Mönche in den schwersten Momenten in der Beständigkeit und Treue bewähren. Auf die über 50jährige schulische Tätigkeit von Alt-Abt Johannes bezugnehmend, verglich Abt Nikolaus das Kloster mit einer lebenslangen Schule mit den sprichwörtlichen Höhen und Tiefen. Wie in der Schule geht es auch im Kloster darum, sich innerlich immer wieder neu aufzumachen und sich nie entmutigen zu lassen.

Alt-Abt Johannes erneuerte nach dem „Veni Creator Spiritus“ seine Profess, überreichte sein handgeschriebenes Versprechen Abt Nikolaus und legte dieses dann auf den Altar. Die Mönche stimmten in das „Suscipe me“ (Nimm mich auf!) ein, nachdem Alt-Abt Johannes dieses einmal allein gesungen hatte. Aus dem Kreis der Freunde, Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler hatte sich eine fröhliche Schar eingefunden, um diesen ganz besonderen Abend in der Stiftskirche und im Refektorium mitzufeiern. Seine Nähe zu den Schülern zeigt, dass Alt-Abt Johannes im Herzen seinem Familiennamen entsprechend jung geblieben ist.

Fotos: P. Christoph Merth

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