Es war heuer einer der wenigen Sommertage am Freitag, den 5.September, schon der Weg zum Kunsthistorischen Museum am frühen Nachmittag steigerte die Vorfreude auf die Führung mit Rotraut Krall. Im Kuppelsaal wurden wir von Peter Krall begrüßt, es war alles wie immer gut vorbereitet. und man freut sich, viele altbekannte kunstbegeisterte Altschotten wieder zu sehen, die man hier schon öfters getroffen hat. Auch „junge“ Altschotten waren im KHM dabei.

Rotraut Krall begann im Saal VIII mit einer Einführung über die Biographie Erzherzog Leopold Wilhelms (1604-1668), dem jüngsten Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II und der Maria von Bayern. Er war für die geistliche Laufbahn bestimmt und schon in jungen Jahren in vielen Bischofsfunktionen. Der sensible Erzherzog entwickelte am Ende des 30 jährigen Kriegs eine unglaubliche Sammelleidenschaft und verwendet jedes Geld für den Ankauf „zeitgenössischer“ Malerei. In seiner Zeit in Brüssel als Statthalter in den Spanischen Niederlanden befand er sich im Zentrum des europäischen Kunsthandels.

Beeindruckend die Erklärung von Rotraut Krall über David Tenier d.J. Darstellung von „Leopold Wilhelm in seiner Brüssler Galerie“ abgebildet mit vielen Gemälden seiner Sammlung.

Viel zu schnell war die Stunde vorbei, aber wir freuen uns schon auf die nächste Altschottenführung im KHM. Bitte rechtzeitig anmelden, die Plätze sind rasch vergeben!

Text: Andreas Lischka (MJ 66)