„Kaminabend ohne Kamin“ mit Peter Planyavsky am 14. Oktober 2025

„Kaminabend ohne Kamin“ mit Peter Planyavsky am 14. Oktober 2025

Peter Planyavsky, MJ 65, weist als Doyen der Wiener Kirchenmusikszene eine mehr als beeindruckende Vita auf: Als Domorganist und Dommusikdirektor am Wiener Stephansdom, Professor an der der Wiener Musikhochschule, heute mdw, international gefeierter Konzertorganist, hochgeschätzter Lehrer, Komponist mit einem beeindruckenden Oeuvre, Dirigent u.v.a.m..

Was ihn vor allem auch auszeichnet ist sein unbändiger Humor und davon durfte das Auditorium seines Vortrags „Humor rund um Bibel und Kirche“ im Alt-Schottenheim ein breites Spektrum von Beispielen erleben. „Plany“ besitzt nicht nur eine enorme Sammlung von Cartoons aus dem religiösen Umfeld, ist ein messerscharfer Analytiker der Texte sowohl des Alten als auch Neuen Testaments und liebt deren orientalische Übertreibungen genauso wie Parodien unserer Zeit, ohne an Glaubenswahrheiten zu rütteln, vorgetragen immer mit einem herzhaften Schmunzeln.

Peter Krall, MJ 72

 

 

„Medien zwischen Wahrheit und Manipulation“ eine Kooperationsveranstaltung der Altschotten mit der ÖAG

„Medien zwischen Wahrheit und Manipulation“ eine Kooperationsveranstaltung der Altschotten mit der ÖAG

In einer Welt, in der Nachrichten in Sekundenschnelle um den Globus gehen, wird die Frage nach Wahrheit und Täuschung immer drängender: Wer entscheidet, welche Informationen authentisch sind – und wer versucht, uns gezielt zu manipulieren?

Genau diesem Thema widmete sich am 25. September 2025 eine exklusive Diskussionsveranstaltung für die Alt-Schotten in Kooperation mit der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (ÖAG). Unser Mitglied Rainer Newald (MJ88), Generalsekretär der ÖAG, lud in die stilvollen Clubräumlichkeiten in der Wiener Stallburggasse. Unter dem Titel „Trusted Media – Wem können wir noch trauen?“ beleuchteten führende Journalistinnen und Journalisten die Herausforderungen rund um Fake News, Desinformation und die Rolle sozialer Medien.

Die hochkarätige Diskussionsrunde bot faszinierende Einblicke in die Dynamik der modernen Medienlandschaft. Alexandra Föderl-Schmid, Nachrichtenchefin der Süddeutschen Zeitung, war aus München zugeschaltet, Patrick Swanson, Co-Founder der Plattform Verso, aus San Francisco. Vor Ort diskutierten lebhaft Lisa Totzauer, Chefredakteurin der ORF-Magazine, sowie Politik-Analyst Thomas Hofer. Souverän moderiert wurde die Veranstaltung von Hannelore Veit, langjährige ORF-Washington-Korrespondentin und Vizepräsidentin der ÖAG.

Im Zentrum der Diskussion standen die Gefahren gezielter Desinformationskampagnen und die wachsende Rolle sozialer Medien bei der Verbreitung manipulativer Inhalte im Internet. Die Expertinnen und Experten machten deutlich, dass klassische Medienhäuser unter enormem Druck stehen, Glaubwürdigkeit und Qualität zu sichern.

Mein zentrales Fazit: Vertrauen in Medien ist kein Selbstläufer. Es ist vielmehr eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe, die täglich neu erarbeitet werden muss – durch Transparenz, hohe journalistische Standards und kritisches Denken. Medienkompetenz bleibt dabei unsere stärkste Verteidigung gegen Manipulation. Nur wer Quellen hinterfragt und Fakten von Fiktion zu unterscheiden vermag, kann sich sicher in der zunehmend komplexen Informationswelt bewegen.

Maximilian Attems-Gilleis (MJ01)

„Das Gründerzeithaus“ – am virtuellen Kamin des Alt-Schottenheims

„Das Gründerzeithaus“ – am virtuellen Kamin des Alt-Schottenheims

Der Abend des 21. Jänner 2025 zeigte wieder einmal, wie hervorragend sich unser Alt-Schotten-Heim für Vorträge mit engagierten Diskussionen im kleineren Rahmen eignet. DI Dr. Markus Swittalek, Autor des Standardwerks „Das Gründerzeithaus“ und auf das Planen und Bauen im historischen Bestand spezialisierter Architekt, argumentierte schlüssig, dass der enorme Wiener Baubestand aus der Zeit zwischen etwa 1850 und dem Beginn des ersten Weltkriegs nach wie vor einen hohen Nutz- und Wohnwert aufweist und auf dem Immobilienmarkt unverändert sehr gefragt ist. Allein ihre lange Lebensdauer macht historische Gebäude sehr klimafreundlich und sie hinterlassen einen sehr sanften ökologischen Fußabdruck. Im sowohl von Architekten als auch Juristen dominierten Auditorium kamen in der anschließenden Diskussion allerdings auch die bei uns unglücklichen mietrechtlichen Bestimmungen teilweise recht emotional zur Sprache. Weitere solche „Kaminabende ohne Kamin“ werden hoffentlich bald folgen.

Peter Krall (MJ 72)