70 jähriges Maturajubiläum-MJ 54

70 jähriges Maturajubiläum-MJ 54

Der rüstige Maturajahrgang 1954 kann auf stolze 70 Jahre Klassenzusammenhalt zurückblicken. Nach einer gemeinsamen Messe mit Pater Sebastian in der Kypta der Schottenkirche ging es in die Schule. Die Neugier war groß. Was ist neu, was ist geblieben. Nach der Schulführung luden die Alt-Schotten zum gemeinsamen Aperitiv im Alt-Schottenheim, wo auch Abt Nikolaus und Alt-Schottenpräsident Xaver Marschalek nicht fehlen durften.

Ein Jahrhundertmann – Zum Tod von Hans Tuppy (MJ 38/IV)

Photo by: Joseph Krpelan (www.derknopfdruecker.com)

Hans Tuppy (MJ 38/IV) war ein wahrer „Jahrhundertmann“. Am 22. Juli hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert, am 24. April ist er verstorben. Sein beeindruckender Lebensweg spiegelt gleichsam die österreichische Zeitgeschichte. Sein Vater war Ankläger im Prozess gegen die Mörder von Bundeskanzler Engelbert Dollfuss – unmittelbar nach dem Anschluss wurde er verhaftet und im KZ ermordet. Die Liebe zu Österreich und die Absage an jede Form von Nationalismus und Diktatur waren für seinen Sohn Hans prägend.

Hans Tuppy, Erika Weinzierl, Kurt Schubert, Otto Mauer, Karl Strobl – das waren die herausragenden Ikonen in der Katholischen Hochschulgemeinde. Sie gründeten die Freie Österreichische Studentenschaft (FÖST) und waren liberal, weltoffen, fasziniert vom „Aggiornamento“ eines Johannes XXIII. und dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Liturgiereform, Dialog und Auseinandersetzung mit Sozialisten und Marxisten, Verwirklichung marktwirtschaftlicher Konzepte, „Wort und Wahrheit“ (mit Otto Schulmeister), gute Artikel in der „Furche“: überall wirkte, redete, motivierte und publizierte Hans Tuppy.

Der Politiker: Tuppy leitete für Bundeskanzler Josef Klaus den Arbeitskreis Wissenschaft im Zukunftsprojekt „Aktion 20“. 1987 bis 1989 war er Wissenschaftsminister. Sein unverwechselbares Stimmtimbre stach aus der üblichen politischen Kakophonie heraus; sein phänomenales Gedächtnis beeindruckte uns alle. Er war verantwortlich, dass an den Universitäten auch in anderen Sprachen gelehrt werden darf. Nie beteiligte er sich an den üblichen Schlammschlachten der Innenpolitik. Achtung und Respekt waren ihm sicher von all jenen, denen an Forschung, Wissenschaft und freier Lehre etwas liegt. Aber natürlich bleibt man mit solchen Qualitäten meist ohne politische Hausmacht.

Am wichtigsten aber war seine herausragende wissenschaftliche Bedeutung. Hans Tuppy erhielt auf Empfehlung von Nobelpreisträger Max Perutz ein Forschungsstipendium in Cambridge; mit 32 habilitiert, baute er an der Universität Wien das Institut für Biochemie auf. Ein wunderbarer Hochschullehrer – sieben seiner Studenten konnten sich später habilitieren und begannen herausragende akademische und industrielle Karrieren. Einer wurde Forschungschef von Hoffmann-La Roche und Vorsitzender der Schweizer Forschungsgesellschaft. Ohne ihn gäbe es die Erfolgsgeschichte der österreichischen Pharmaindustrie nicht. Die Großinvestition der Familie Boehringer mit vielen Hunderten Milliarden Euro in Wien wirkt bis heute nach. „Mit Ihnen können wir das machen“ – und so leitete er jahrelang deren Arzneimittelforschung. Zudem war er Dekan und Rektor der Universität Wien, Präsident der Akademie der Wissenschaften und des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) von 1974 bis 1982, dessen Internationalisierung auf ihn zurückgeht. Herausragend seine Arbeiten an der Insulinsequenzierung der Kette B, für die Tuppy zum Nobelpreis für Chemie nominiert wurde. Sein Kollege Fred Sanger erhielt für die Arbeit an der Kette A den Nobelpreis 1958 …

Mögest Du in Frieden ruhen, Du Vorbild für alle Schotten!

Wolfgang Schüssel (MJ 63)

Der Autor war von 2000 bis 2007 österreichischer Bundeskanzler.

 

P. Benno Wutti OSB am 27. April verstorben

P. Benno Wutti OSB am 27. April verstorben

Unser Mitbruder P. Benno (Herbert) Wutti OSB (MJ 61) ist am 27. April 2024, nach langer schwerer Krankheit, im 82. Lebensjahr verstorben.
P. Benno starb am Vormittag des 27. April friedlich in seinem Zimmer im Pflegeheim der Barmherzigen Brüder in Kritzendorf.

Seinem Wunsch gemäß wird am Freitag, 3. Mai, um 15 Uhr in der Kapelle des Pflegeheimes der Barmherzigen Brüder in Kritzendorf ein Gottesdienst für P. Benno gefeiert. Im Schottenstift verabschieden wir uns von P. Benno am Mittwoch, 8. Mai. Am Vorabend, Dienstag, 7. Mai, singen wir in der Krypta der Schottenkirche, wo P. Benno ab 13 Uhr aufgebahrt sein wird, um 20 Uhr die Totenvigil. Am Begräbnistag feiern wir um 11 Uhr zunächst die Eucharistie in der Kirche und bestatten seinen Leichnam dann in der Krypta.

Mit der Bitte um das Gebet – im Glauben an die Auferstehung,
Abt Nikolaus Poch OSB und die Benediktiner der Schottenabtei

wir gratulieren

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DI Maximilian Heine-Geldern, SJ (MJ 99a) zur Priesterweihe durch Kardinal Christoph Schönborn am 31. Oktober 2020

wir gratulieren

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Dr. med. Friedrich Helmund Kaspar, M.D. (MJ 37) zum 100. Geburtstag!!!

wir gratulieren

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MMag. Dr. Philipp Nierlich, LL.M. (MJ 93b) zur Ernennung zum Notar in Wien Innere Stadt

wir gratulieren

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Mag. iur. Florian Welzig (MJ 84b) zur Ernennung zum neuen Leiter des Kultusamts

wir trauern um

wir trauern um

Dr. rer. soc. oec. Eric Lothaller, MBA (UCT) (MJ 81b) verstorben am 16. August 2019  zur Parte

 

 

Nachruf Dr. Erik Lothaller MJ 1981

In der Nacht auf den 16.August hat uns Eric Lothaller nach schwerem Leiden und doch völlig unerwartet für immer verlassen. Vielen wird er als langjähriger Altschotten Sekretarius der 80 Jahre in guter Erinnerung bleiben. Besonders verdienstvoll war sein Einsatz in der Digitalisierung der Mitgliederdatei. Als Schüler in der Südstadt wohnhaft, trat er meistens gemeinsam mit seinem Bruder Robert in Erscheinung und als in Holland gebürtiges Paar wurden sie scherzhaft von uns die “Molukken“ genannt. Viele gemeinsame Erlebnisse in Schul, -und Freizeit haben eine (wahrlich) lebenslange Freundschaft entstehen lassen, die auch keine Einschränkungen erfuhr, als sich Erik zum Studium der Wirtschaft nach Südafrika begab, dort seine Frau Dagmar kennenlernte und mit ihr eine erfolgreiche Existenz als Hotelier in Kapstadt aufbaute. Zahlreiche Altschotten durften seine Gastfreundschaft in der Villa Lutzi genießen. Eine besondere Leidenschaft, die uns aus Studentenzeiten verband, war das ‚“Katzeln“ (oder nobler “Teilen“ genannt), so wie wir das Spiel “Schwarze Katze“ nannten und es mit vielen Modifikationen zu einem ernsthaften Konkurrenten für die meisten komplizierten Kartenspiele werden ließen. Neben wahren Meisterschaften, waren die Karten bei jedem Treffen dabei, egal, ob es im Altschottenheim, am Flughafen, auf seiner Terrasse mit Blick auf den Tafelberg, oder zuletzt im Augustiner Bräustübl in Salzburg im Rahmen seiner Chemotherapie war. Wie es nun einmal seine Art war, hatte Erik stets ein ruhiges und besonnenes Auftreten, das ihn auch sein schweres Schicksal mit großer Kraft ertragen ließ. Er war ein Beispiel typisch “altschottisch“ gelebter Freundschaft unabhängig von Jahrgang und Alter. Unser tief empfundenes Beileid gilt seiner Frau Dagmar und den Kindern Phillipe, Cara und Kim. Möge der “Obermolukk“ drüben würdige Partner zum Teilen finden, bis die alte Truppe dereinst wieder vereint sein wird!

Georg Ludvik MJ 83

wir trauern um

wir trauern um

Mag. rer. soc. oec. Wolfgang Strauhs (MJ 76) verstorben am 5. Juni 2019 zur Parte

 

Geschätzte Leserschar

Als Präsident unserer Vereinigung habe ich auch traurige Pflichten.

Vor wenigen Tagen ist Wolfgang Wulf Strauhs, MJ 1976, auf die andere Seite des Weges gegangen, wie der Kirchenvater Augustinus sein Hinscheiden genannt hat. Diesen Text habe ich gerade beim Begräbnis eines anderen Altschotten am Heiligenstädter Friedhof gehört, dort wohin wir auch Wulf zu seinem letzten Weg begleiten werden.

Wulf war Mitglied im Vorstand und hat mit rühmenswertem Engagement die Homepage der Schottenfamilie konzipiert und in die Tat-online gesetzt. Auch unsere Mitgliederverzeichnis App hat er bis zuletzt entwickelt. Zur heurigen Generalversammlung kam er noch aus dem Spital.

Ich kenne Wulf seit der Volksschule, wir waren derselbe Jahrgang, er war ein paar Monate älter und war daher ein Jahr vor mir bei den Schotten. Die letzten Jahre im Vorstand habe ich ihn regelmäßig wieder gesehen, seine Freundschaft geschätzt und seinen Altschotten Elan bewundert.

Seinem Maturajahrgang war er seit vielen Jahren engst verbunden. Ein guter Platz im himmlischen Jerusalem ist ihm sicher. Wir alle vermissen ihn.

Georg Prantl (MJ 77)

UIOGD