arcimboldo, bassano, bruegel

Die vergangene Sommersausstellung im Kunsthistorischen Museum gab einer interessierten Gruppe von Altschott:innen einen großartigen Einblick in die Entdeckungder Natur im 16. Jahrhundert und dem damit Hand in Hand gehenden Erwachen des Naturgefühls. Selten gezeigte Leihgaben wie Leonardos Pflanzenstudien, kaum bekannte Sternenkarten aus der Hand von Albrecht Dürer und zahlreiche, damals völlig neu konzipierte Publikationen zur Tier- und Pflanzenwelt begeisterten die Zuhörer:innen. Wie rasch die Künstler diese neuen Erkenntnisse aufgriffen, zeigten die weltbekannten Kompositköpfe von Arcimboldo und vor allem das Schaffen des Familienbetriebes der Bassano. Ihnen ist es zu verdanken, dass dieses Wissen nicht nur einem elitären Publikum bekannt wurde, sondern rasch eine Breitenwirkung erfuhr. Bereichert durch zahlreiche höchst qualitätvolle und auch rare Objekte aus den unterschiedlichsten Sammlungen des Kunsthistorischen Museums machte diese Ausstellung einmal mehr deutlich, dass das 16. Jahrhundert eine der an Umwälzungen reichsten Epochen der Kulturgeschichte war.

Rotraut Krall

Foto: T. Schullern

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