Begräbnis von P. Andreas Steinhauer OSB

Mitbrüder und Familie, zahlreiche Mitglieder der Pfarren und der Gemeinden von Enzersfeld und Kleinengersdorf, Vertreter des Dekanats Korneuburg, ehemalige Schulkollegen und Schüler, Professoren des Schottengymnasiums sowie Mitarbeiter und Freunde des Schottenstifts begleiteten P. Andreas Steinhauer am Freitag, dem 7. Juni 2013, zu seiner letzten Ruhestätte am Pfarrfriedhof von Enzersfeld. Neben Abt Johannes Jung zelebrierten unter anderen der Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation, Christian Haidinger, und der frühere Schottenabt und nunmehrige Abt von St. Paul im Lavanttal, Heinrich Ferenczy, das Requiem in der Pfarrkirche von Enzersfeld.

Unermüdlicher Seelsorger, Lehrer, Erzieher, Mitbruder und Freund

In seiner Predigt würdigte Abt Johannes P. Andreas‘ unermüdlichen Einsatz als Seelsorger in den Pfarrgemeinden, in denen er Dienst tat; im Gymnasium als Lehrer und Erzieher; im Kloster als Teil der Gemeinschaft, dem auch Verantwortung für seine Brüder übertragen war, und als Mensch in den Beziehungen zu Familie und Freunden: Die Verlorenen suchen, die Schwachen kräftigen, die Starken behüten. Wie Gott mir, so ich dir.

Das Evangelium des Requiems (Lk 15,3-7) erzähle ein Gleichnis, in dem Christi Wesen zum Ausdruck komme, so Abt Johannes. Denn der Besitzer des verlorenen Schafes sei natürlich Christus selbst; die „Freude im Himmel“ sei möglich, weil Jesus selbst den Verlorenen nachgehe.
P. Andreas sei ein solcher Hirte gewesen: nachgehend, heimholend, sorgend und oft genug betend, dass er sich auch selbst der Hirtensorge Christi für sich bewusst war.
„Dem Verlorenen nachgehen, bis es gefunden ist … Das hat unser verstorbener Mitbruder oft gemacht, sodass auch er jetzt wohl ‚gefunden‘ und ‚heimgekehrt‘ ist dorthin wohin Jesus die Seinen führt.“

Für die Mitbrüder ein Vorbild auch in „dunklen Stunden“

Wie in jedem menschlichen Leben habe es auch bei P. Andreas dunkle Stunden gegeben, Momente der Schwäche und Erfahrungen des Scheiterns. Mit einem starken Glauben habe er dies „veredelt“, so gut er es konnte, und sei damit für die Mitbrüder im Kloster ein gutes Vorbild geworden, wie man gläubig auch damit leben kann. Dies habe nicht zuletzt auch dafür gegolten, wie er mit seiner Krankheit umgegangen ist. Die Trauergemeinde gebe nun der Ankunft P. Andreas‘ bei Gott ihre Gebete und ihren Dank mit, betonte der Schottenabt.

Bürgermeister von Enzersfeld würdigte langzehnte lange Verbundenheit
In seiner Ansprache am Grab würdigte der Bürgermeister von Enzersfeld, Josef Schiel, die jahrzehntelange Verbundenheit P. Andreas‘ mit der Gemeinde, die vielen Veränderungen und Erneuerungen während seiner Zeit als Pfarrer und seine rege und aufrichtige Anteilnahme am Leben der Gemeinde. Zum Abschluss war die Trauergemeindevom Kloster zur liebevoll vorbereiteten Agape in den Pfarrhof geladen.

Benedikta Seidl Obl. OSB

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