Die Tage vom 6. bis zum 20. September 2024 verbrachte ich auf dem alle vier Jahre stattfindenden Kongress der Benediktineräbte in Rom. Es war überaus interessant und bereichernd, in Sant’ Anselmo auf dem Aventin mit Mönchen aus aller Welt zusammenzukommen und sich über Chancen und Herausforderungen der Klöster in unserer Zeit auszutauschen. Höhepunkt war die Wahl eines neuen Abtprimas. Mit Jeremias Schröder wurde ein Abt gewählt, der als Leiter der kleinen benediktinischen Gemeinschaft vom Georgenberg in Tirol auch mit Österreich eng verbunden ist.
Ein durchgehendes, offizielles Thema gab es auf dieser Konferenz nicht, aber die Themen Krieg und Frieden waren allgegenwärtig. Wir hörten Zeugnisse von betroffenen Gemeinschaften in der vom Krieg zerrissenen Ukraine, aus dem Heiligen Land und aus Burkina Faso. Bei unserer Begegnung mit Papst Franziskus sagte er wiederholt: „Krieg ist eine Niederlage.“ Und er gab uns Benediktinern mit: „Frieden ist euer Ding. Aber fangt bei euch selbst an.“
Diesen Satz möchte ich an Sie/Euch als Leser:in unserer Webseite weitergeben: Friede darf kein leeres Wort bleiben. In der Schlussbotschaft des Äbtekongresses heißt es: „Das kommende Heilige Jahr ist eine Gelegenheit, uns auf unseren eigenen Frieden zu konzentrieren: Betrachten wir unsere Häuser als Orte, an denen Frieden wachsen kann. Wir möchten unsere Gemeinschaften einladen, sich inneren Spannungen zu stellen, Konflikten und alten Blockaden entgegenzutreten und sich auf Rituale der Vergebung und Versöhnung einzulassen.”
Diese Botschaft geht ganz sicher nicht nur intern an unsere eigenen Gemeinschaften. Bitte suchen auch Sie danach, welchen Beitrag Sie zum Frieden in unserer Welt leisten können. Der Friede beginnt im eigenen Haus!
Abt Nikolaus