Die Klostertage

Für die Oberstufenschüler des Schottengymnasiums gab es – wie schon seit Jahrzehnten – auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, für ein paar Tage im Kloster zu leben und einen einmaligen Einblick in das Leben der Mönche zu erhaschen. Für mich war dies eine außergewöhnliche Erfahrung, die ich mit euch teilen möchte.

Untergebracht waren wir in Einzelzimmern mit Blick in den Stiftsgarten. Die dicken Wände und hohen Räume des Klosters gaben einem das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Wir waren nur wenige Meter von einem internen Zugang zum Schulkomplex entfernt, was den Schulweg nicht gerade fordernd machte.

Der Alltag im Kloster war etwas völlig anderes als mein gewohntes Leben. Besonders spannend war es, mit den Mönchen ins Gespräch zu kommen. Beim gemeinsamen Essen entwickelten sich oft lange, tiefgründige und gleichzeitig sehr lustige Unterhaltungen. Wir sprachen über Gott und die Welt, lachten miteinander, und ich merkte, wie nahbar und offen die Mönche sind.

Was die Klostertage für mich so besonders gemacht hat, waren die Gebete: angefangen mit der Vigil und der Laudes am frühen Morgen bis hin zur Vesper und der Komplet am Abend. Das gemeinsame Beten schuf eine besondere Atmosphäre und gab dem Tag einen Rhythmus und eine innere Ruhe, die man im Alltag kaum erlebt.

Für mich waren die Klostertage etwas ganz Besonderes, das ich nicht so schnell vergessen werde und woran ich jederzeit wieder teilnehmen würde.

Christoph, MJ 26

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