„Dieses Wunder begann in Bethlehem“ – Weihnachtsgruß von P. Augustinus

 

Die biblischen Weihnachtserzählungen sind nicht frei von Missklängen. Im Lukasevangelium ist es die lapidare Bemerkung, dass in der Herberge kein Platz war. Ein Omen, das sich im Leben Jesu bis zum Schluß wiederholen wird. Jesus stirbt außerhalb der Stadt, wie er außerhalb der bürgerlichen Gemeinschaft geboren wurde.

Im Matthäusevangelium ist der Missklang krass und schockierend: König Herodes lässt aus Eifersucht die Knaben Bethlehems töten. Die Familie Jesu entkommt in letzter Sekunde.

Jesus wird der Wirklichkeit dieser Welt von Beginn an ausgesetzt. Man versteht diese Härte erst im Rückblick – im Glauben an die Auferstehung. Christus musste die Menschennatur und die Welt annehmen, um Mensch und Welt zu erlösen. Dieses Wunder begann in Bethlehem.

Gesegnete Weihnachten wünscht P. Augustinus

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