„Der Stein ist weggerollt“

Ostern ist eine Zeit der Öffnung: Der Stein, der das Grab Jesu verschloss, ist weggewälzt, der Herr tritt in den Kreis der Jünger, obwohl die Türen verschlossen waren, er öffnet seine Seite, um Thomas zum Glauben zu verhelfen: keine Rede von Abstand!

Vielleicht ist es deswegen auch so schwer zu ertragen, dass das heurige Ostern von der verordneten Quarantäne geprägt und Distanz zum obersten Motto erhoben wurde. All diese Maßnahmen sind sinnvoll und retten Leben, aber sie sind geradezu eine Negation der Osterbotschaft.

Jetzt, Mitte Mai, bahnen sich Lockerungen an. Ehrlich gesagt: Wir haben schon sehr darauf gewartet. Obwohl manche Sicherheitsvorkehrungen uns daran erinnern: Ganz „normal“ ist das auch noch nicht. und dann gibt es noch die Sorge, eine neuerliche Infektionswelle könnte im Herbst Belastungen bringen.

Jetzt gibt es aber schon die Möglichkeit, die Oster-Erfahrungen nachzuholen: im gemeinsamen Gottesdienst, in der Pflege des Miteinander – der Stein ist weggerollt! Es mögen sich bald auch Perspektiven der Normalisierung ergeben für die großen und kleinen Betriebe, die vielen Arbeitslosen und all jene, deren Leben nach wie vor mehr oder weniger erheblich eingeschränkt ist.

Schaffen wir das?

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