Ein herzlicher Gruß aus dem Kloster…

In diesen Tagen sende ich Ihnen einen herzlichen Gruß aus dem Kloster und hoffe, dass Sie, ihre Angehörigen und Freunde gesund sind. Unsere Brüder sind wohlauf, wenngleich uns die Einschränkungen, die ja sinnvoll sind, betroffen machen: Unsere Gottesdienste können wir augenblicklich nur privat feiern und die für eine benediktinische Gemeinschaft so wichtige Aufgabe wie die Aufnahme von Gästen ist in diesen Tagen und vermutlich Wochen nicht möglich. So versuchen wir auf anderen Wegen mit den Menschen in Kontakt zu bleiben und überlegen dazu einiges Konkretes.

Eine Möglichkeit dazu sind die auf unserer Homepage veröffentlichten Bilder und Texte, die ein wenig Mut machen wollen. Schauen Sie vorbei, es ist immer etwas Neues dabei.

Niemand weiß, wie lange die Einschränkungen andauern werden, wir müssen uns aber darauf einstellen, dass sie auch zu Ostern gelten – eine beklemmende Vorstellung.

Unseren Gottesdienst halten wir zu den üblichen Zeiten – nur die Konventmesse für den Sonntag ist nicht am Vorabend, sondern am Sonntag selbst, zur Zeit des Hauptgottesdienst um 9.30 Uhr. Sie sollen wissen, dass Sie immer „dabei“ sind, wenn die Mönche in der Kirche beten! Die Plätze in den Bänken müssen zwar leer bleiben, aber dann und wann schaue ich und denke: Da sitzt doch immer die Frau …, der Herr … – und so sind Sie in einer gewissen Weise doch „da“! Da die Kraft des Gebetes bleibt, möchte ich allen danken, die in diesen Tagen für uns beten. Auch dies trägt und hilft uns. Danken will ich auch allen treuen Mitarbeitern; einer von ihnen hat mich gestern angesprochen und gesagt: Wir machen das schon! Eine schöne Ermunterung, nicht?

Diesen Satz möchte ich ihnen weitergeben. Mögen auch Sie nicht mutlos werden, sondern Hoffnung schöpfen und die Frage des Herrn, wer denn Lust hat am Leben, mit einem frischen „Ja, ich!“ beantworten, allen Widrigkeiten zum Trotz.

weitere Beiträge