Et verbum caro factum est…

ET VERBUM CARO FACTUM EST und das Wort ist Fleisch geworden: Oft erklingt in den Weihnachtstagen dieser Vers aus dem Johannesevangelium in unserem Gottesdienst. Der Satz ist auch in das tägliche Gebet „Engel des Herrn“ eingegangen, an das das Läuten der Kirchenglocken in der Frühe, zu Mittag und am Abend erinnert. Weiter heißt es: „… und hat unter uns gewohnt.“

Dass diese Sätze nicht nur einen Blick in die Vergangenheit werfen, sondern das „Heute“ meinen, müssen wir begreifen, wenn wir Weihnachten wirklich als Fest feiern wollen. „Heute“ tritt Jesus in unser Leben, „heute“ beschenkt er uns als Gast mit seiner Anwesenheit, „heute“ stellt er uns die Frage, was wir ihm zutrauen für uns, für unsere Welt.

„Fürchtet euch nicht“, so begegnet er seinen Jüngern, „ich bin es!“ Habt keine Angst vor eurem Leben, eurer Zukunft, denn ihr alle seid in der guten Hand Gottes. So sind wir zum vertrauensvollen Leben befreit, dessen Wesen die heilige Teresa von Ávila zusammenfasst: „Nichts ängstige dich, nichts verstöre dich. Alles vergeht – Gott bleibt derselbe. Geduld erreicht alles. Wer Gott hat, dem kann nichts fehlen – Gott allein genügt.“

So ist es mein Wunsch zum Fest der Geburt Jesu, dass Er in uns zur Welt kommen und wirken kann, damit wir mit ihm vertraut werden und Vertrauen fassen. Mögen wir uns seiner treuen Gegenwart bewusst sein!

Gesegnete Weihnachten, auch namens meiner Brüder im Kloster!

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