Exkursion der Alt-Schotten zu Otto Wagners Postsparkassengebäude am 13. Februar 2026

Das 1904-1906 und 1910-1912 von Otto Wagner in zwei Bauphasen errichtete Postsparkassengebäude zählt zu Wiens bedeutendsten Gebäuden des Jugendstils. Es wurde ursprünglich als Zentrale der Postsparkasse sowie dann von der BAWAG P.S.K. genutzt und 2013 an die SIGNA Prime Selection verkauft, die 2019 einen Baurechtsvertrag mit der Bundesimmobiliengesellschaft abschloss. Die BIG sanierte das Gebäude 2021-2022, aufbauend auf einer ersten Sanierung 2002-2004 durch das Wiener Büro Hoppe, v.a. sicherheitstechnisch und vermietet es seither an Universitäten, Forschungseinrichtungen etc. (die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Universität für angewandte Kunst, die Johannes Kepler Universität Linz, aber auch an die österreichische UNESCO-Kommission) als Bürostandort für insgesamt rund 2.500 Personen.

Unser Präsident Xaver Marschalek stellte, in einer „Doppelconference“ mit dem BIG-Projektleiter Andreas Stampfer, dieses ikonische Gebäude der Wiener Moderne und der europäischen Architektur der Jahrhundertwende in den städtebaulichen Kontext seiner Bauzeit und betonte Otto Wagners Genie sowohl bezüglich seiner klaren, funktionalen Lösungen, des Einsatzes innovativer Materialien (Eisenbeton, Aluminium, Glasziegel) als auch der Ästhetisierung der technisch-funktionalen Elemente der Architektur. Unser Rundgang führte uns von der Fassade über den glasüberdeckten Kassensaal und die Prunkräume bis in den Schließfachbereich.

Peter Krall (MJ 72)

 

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