Garten-Maiandacht an Christi Himmelfahrt

Als sich die Mönche, Ministranten und Gottesdienst-Besucher am Abend von Christi Himmelfahrt  (29.5.2025) vor der „Schwarzen Madonna“ versammelten, war der Stiftsgarten von milder Abendsonne durchflutet. Im Anschluss an die Vesper in der Stiftskirche gedachte die Gottesdienst-Gemeinde des Gelöbnisses der Maiandacht als Dank dafür, dass das Schottenstift im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont geblieben war. Abt Nikolaus Poch erinnerte an die Bilder des kriegszerstörten Wiens, die aktuell zum Jubiläum „80-Jahre-Kriegsende“ an verschiedenen Orten zu sehen sind. Diese Bilder würden heute nach dem erfolgreichen Wiederaufbau und dem anhaltenden Frieden unwirklich anmuten. Der gelungene Wiederaufbau könne zumindest teilweise als Hoffnungszeichen für die Menschen betrachtet werden, deren Heimat aktuell durch Kriege zerstört wird. Über das Friedensgebet, das monatlich in Verbindung mit der internationalen Gemeinschaft von „Sant’Egidio“ in der Romanischen Kapelle des Stifts stattfindet, sagte Abt Nikolaus: „Ein bewegender Moment dieses Gebets ist es, wenn für alle Völker bzw. Länder, die besonders dem Krieg und Terror ausgesetzt sind, eine Kerze entzündet wird.“ Mit diesem Zeichen verbinden sich der Glaube und die Hoffnung, dass Gott inmitten der Dunkelheit Licht ist und die Dunkelheit durchbricht und dass das Licht seines Friedens stärker ist als alle Dunkelheit.

 

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