Die Generalversammlung unserer Vereinigung stand gestern ganz im Zeichen der Demografie. Nicht, dass es für Mathematiker so schwer gewesen wäre, den Überblick über die Anwesenden zu behalten, eher war es das breite Panorama über mögliche Perspektiven der Bevölkerungsentwicklung, das von Wolfgang Lutz (MJ 75) im Plauderton präsentiert wurde.

Wolfgang Lutz? 2010 wagte Kollege Reinhard Deutsch (MJ 75)  folgende Prognose, der auch im Rückblick auf den gestrigen Abend nichts hinzuzufügen ist: „Es ist rund 40 Jahre her, da haben wir dem letzten altschottischen Nobelpreisträger zugejubelt. Konrad Lorenz (MJ 21). Vielleicht gibt’s ja bald wieder einen. Wolfgang Lutz (MJ 75). Wir haben’s schon damals gewusst, dass er besonders ist. Ist acht Monate weg und holt in sechs Wochen den gesamten Stoff nach. Lernt Sprachen, liest Sachen, die kein anderer kennt. Ist klug und freundlich und anders und entspannt. Verschwindet mit unbekanntem Lebensziel in die Welt der Wissenschaft, beschäftigt sich mit Brunnenbohren in Afrika und Volkszählung und Statistik und Demografie. Tut Dinge, für die sich in Österreich kein Mensch interessiert. Tut Dinge, die für die Welt von Bedeutung sind. Ist plötzlich ganz groß da. Leitet mehrere Institute, ist ein Wissenschaftsmulti. Ist einer von denen, die ernsthaft die Zukunft gestalten, denen man glaubt. Einer von denen, die vielleicht die Erde retten.“ Reinhard Deutsch (Schottillion Oktober 2010)

 

Text und Fotos: Edgar Weiland (MJ 89b)