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Vor zahlreichen Alt-Schotten und Freunden berichtete Ossi Weiss-Tessbach, Alt-Präsident und Ehrenmitglied unserer Vereinigung, in einem von Nikolaus Hartig (MJ 68) moderierten Kamingespräch  über sein Leben und seine Erfahrungen, gewürzt mit immer wieder eingestreuten Geschichten und Anekdoten.
Geboren 1924 an einem Sonntag  in Tschechien führte ihn sein Lebensweg nach Wien, wo er ohne Vorbildung in einer Volksschule an das Schottengymnasium kam, das damals von Vinzenz Blaha als Direktor geleitet wurde.
Mit Auflösung der Schule 1938 setzte er seine Schulausbildung bis zur 7. Klasse im Akademischen Gymnasium fort.
Es folgten  Arbeitsdienst und  Teilnahme am 2. Weltkrieg mit einer Verwundung, die er knapp überlebte.
Obwohl er keine Matura hatte, konnte er Jus studieren und in die Rechtsanwaltskanzlei seines Vaters eintreten, die er dann jahrelang erfolgreich leitete.
Kurz nach der Gründung der Alt-Schotten Vereinigung kam er in den Vorstand und übernahm nach der „Goldenen Ära Weinberger“ für 12 Jahre die Präsidentschaft der Alt-Schotten. Herausragend in dieser Zeit war eine für das Gymnasium organisierte Baustein Aktion zur Unterstützung der Finanzierung der Aufstockung des Gebäudes, in dem die Schule untergebracht ist. Diese Aktion brachte damals über 1 Million Schilling (über € 70.000,-) ein.
Auf die Frage, welche drei Lebensweisheiten er einem jungen Menschen mitgeben möchte, sagte er:
„ Sei religiös, lerne viele Sprachen und wähle einen Beruf, der Dir Freude macht“.
Der Kaminabend hat uns das Leben von Ossi Weiss-Tessbach gezeigt, das von epochalen Veränderungen gekennzeichnet war, durch das er mit Gottvertrauen, dankbar und  fröhlich geht und seine Gabe gezeigt, die schlimmen Dinge nicht zu ernst zu nehmen und positiv zu meistern, weil er ein „Sonntagskind“ ist.

Text und Fotos: Nikolaus Hartig (MJ 68)