Nach Geschäftsschluss trudelten ca 25 Kollegen im Lobmeyr Stammhaus in der Kärntnerstraße ein. Zum Empfang gab es eine kleine Stärkung aus feinen Gläsern und nach einer kurzen Begrüßung durch Xaver startete Leonid Rath (MJ91). Drei Cousins sind in sechster Generation am Werk – aufgeteilt nach Glas über ca 200 Händler vertrieben, Kristalllustern über Projekte und dem Wiener Geschäft und auch die siebente Generation klopft schon an. Letztes Jahr trat man einem Club von über 200 jährigen Familienunternehmen bei – das älteste eine Japanische Zimmerei über 1000 Jahre alt. Das Glas wir extern geblasen und in der Salesianergasse in Wien geschliffen und graviert. Dort werden auch die Luster komplett gefertigt. Lobmeyr Glas ist bleifrei und wird in Holzformen eingeblasen, die halten zwar nur 500-1000 Stück, machen aber eine besonders glatte Oberfläche, was einen schöne natürlichen Glanz ergibt. Stiel und Boden wird vom Meister komplett frei angeformt – das neueste Trinkservice No.287 von mischer’traxler entworfen visualisiert genau dieses Thema. Weiter geht es dann in den zweiten Stock, wo sich die umfassende Mustersammlung befindet. Der Glasmeister aus Oberösterreich beliefert bald schon das Kaiserhaus und sein Sohn entwirft schon 1856 eine Serie die an Klarheit nicht zu übertreffen ist und als Mutter des modernen Weinglases gibt. Nach üppigen 19 Jhdt sind Architekten wie Hoffmann, Loos und Haerdtl für Lobmeyr tätig und die Kundschaft ist längst international. Heute wichtigste Märkte neben Wien sind USA und Japan. Etwa fünf neue Produkte entstehen pro Jahr.
Leonid Rath (MJ 91)









