„Der Name „Billi“ ist reiner Zufall“, so der Diplombrauingenieur Gustav Harmer, MJ 53. „Als Kind habe ich mich so genannt, weil Gustl nicht gepasst hat – bitte aber mit „i“, denn damals konnte die wenigsten Englisch“. Das Altschottenheim war wieder mal voll und 20 Gäste lauschten gespannt dem Werdegang des Naturschützers, Großgrundbesitzers sowie ehemaligen Bierbrauers. Die Familie Harmer stammt aus dem Raum Korneuburg und Billi stieg nach seinem Bierbraustudium in München 1962 in die Firma ein (1855 Gründung der Spiritusfabrik in Spillern und später eine Hefefabrik). Gemeinsam mit seinem Schwager Wennkheim wurde die Firma ausgebaut zu dem, was hier heute unter der Ottakringer Brauerei kennen. Nach dem Kauf von Vöslauer in den 90er Jahren lies er seinem Schwager den Vortritt und verlies das Unternehmen, behielt sich aber Spillern, Kapsreiter sowie Griesskirchner. Inzwischen sind die Brauereien verkauft, er lebt in Ottakring und freut sich, „dass ich mich noch erinnern kann“. 1985 wurde Harmer zum WWF Präsidenten ernannt, blieb dies für 15 Jahre und haftete in dieser Zeit mit seinem Privatvermögen beim Kauf von 411ha der heutigen Donau-Auen von Kari Traun. „Wir sind dabei nach Strich und Faden die Umwelt zu belasten, die KI kostet Unmengen an Strom“, so Billi und schließt den Lunch etwas frustriert: „Die Bodenversiegelung ist weit über Plan“.
Von Ferdinand Waldstein-Wartenberg, MJ 03a



