Hochfest des Heimgangs des hl. Benedikt

Mitten in der Fastenzeit feiern Benediktiner in der ganzen Welt ein Fest – das Hochfest vom Heimgang unseres hl. Vaters Benediktus.

Der Überlieferung nach wurde dem Begründer des europäischen Mönchstums die Gnade zu Teil stehend, auf seine Mitbrüder gestützt, im Gebet zu sterben. Für Generationen von Mönchen ein Zeichen für die Kraft, die der hl. Benedikt aus seinem Vertrauen auf Gott geschöpft hat.

Auch wir bei den Schotten begingen das Gedenken an den Tod des hl. Benedikts schon am Vorabend mit der feierlichen Virgil und einem Festgottesdienst am 21. März.

Welchen hohen Stellenwert dieses Fest  im Jahreskreis der Klostergemeinschaft hat, konnte auch an der Anwesenheit fast aller Mitglieder des Konvents erkannt werden. So waren P. Richard Treyer,  P. Paulus Bergauer und P. Anton Erben aus ihren Pfarren auf die Freyung gekommen und Fr. Augustinus Zeman aus Salzburg angereist.

Abt Johannes stellte seine Gedanken in der Predigt unter drei Gesichtspunkte: Weg/Gehen – Bleiben in der Freude – der Segen der Einheit.

Bezugnehmend auf die 1. Lesung betonte er: „Gott ruft Abram auf einen Weg, nicht nur, weil er ihm etwas schenken will, sondern auch eine Vision verfolgt. Dass die zahlreiche Nachkommenschaft des Abram Wirklichkeit würde, ist auch eine Vision Gottes, der sich ein Volk schaffen will zur Heiligung der Welt: Alle Geschlechter der Erde sollen Segen erlangen.“ Weiter wies Abt Johannes darauf hin, dass das Volk Gottes durch die ständige Ausrichtung auf das Wort Gottes zum fruchtbaren Baum werden könne. Eine auf diese Weise erlangte Nähe zu Gott könne „den Menschen zur Freude zu bringen“ und hob hervor, wie wichtig es sei in dieser Freude am Wort Gottes auch zu bleiben. Der Segen wiederum, „erfüllt sich in der Einheit der Jüngerinnen und Jünger mit Christus und dadurch mit Gott und zeigt sich in der Einheit derer, die Christus nachfolgen.

Benedictus – der Gesegnete treffe daher nicht  für all jene zu, die Benedikt oder Benedikta heißen oder für die Benediktiner, „sondern es gilt für alle, die ihre Hoffnung auf Gott setzen, weil sie erkannt haben: In dieser Gemeinschaft ist Leben.“, erklärte der Abt abschließend.

Die Mönche des Schottenstiftes freuten sich sehr über die große Gruppe von Freunden, Pfarrangehörigen, Schülern des Gymnasiums und ihren Eltern, Altschotten und Gästen, die an diesem Abend die Kirchen füllten. Die „benediktinische Familienfeier“ wurde anschließend noch bei einer Agape im Schottensaal fortgeführt.

Benedikta Seidl Obl.OSB

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