Konvent-Pilgerfahrt ins Heilige Land

Eine am Anfang für nicht möglich gehaltene Idee wurde umgesetzt: zum ersten Mal wollte der Konvent, so weit es machbar war, gemeinsam ins Hl. Land reisen. So brachen am 2. Februar 12 Konventuale zu einer achttägigen Pilgerfahrt nach Jerusalem auf.

Die erste Station für die nächsten vier Tage war das Österreichische Hospiz nahe dem Damaskus-Tor im christl. Viertel der Altstadt. Eucharistie feierten wir jeweils an den besuchten Orten, die abendliche Vesper im Hospiz. Für die Zeit dazwischen hatte P. Georg, dem die gesamte Organisation oblag, ein umfangreiches Besichtigungsprogramm vorbereitet. Die nächsten vier Tage folgten wir den Spuren Jesu in und um Jerusalem: Via Dolorosa, Grabeskirche, die Davidstadt, die Klagemauer.

Besonders eindrucksvoll war die Eucharistiefeier in der Kirche „Dominus flevit“ am Ölberg mit dem großen Fenster über  dem Altar, durch das der Tempelberg und die Stadt zu sehen ist. In Abu Ghosh (das bibl. Emmaus) kamen wir in ein benediktinisches Doppelkloster bewohnt von 12 Schwestern und 10 Brüdern. Die nächsten Stationen waren En Kerem mit der Johannes- und der Heimsuchungskirche und die Geburtskirche in Bethlehem. Der Dienstag Nachmittag und  Abend war dem Besuch unserer Mitbrüder auf dem Zionsberg gewidmet.

amMittwoch brachen wir nach Nord-Israel auf. Unser Ziel war das Benediktiner-Priorat Tabgha, Ausgangspunkt für die kommenden 4 Tage rund um den See Genezaret. Durch den enormen Niederschlag im Winter war der Wasserspiegel des Sees schon um 2 m (!) angestiegen. Das Hermongebirge war noch mit Schnee bedeckt. Eine Wanderung im Tel Dan Naturreservat (Quellgebiet des Jordan), eine Fahrt über die Golan-Höhen hart an der syr. Grenze entlang führte uns wieder zurück nach Tabgha. Kapernaum (Haus des Petrus), der Berg der Seligpreisungen, die Ausgrabungsstätte Chorazin  –  von P. Georg als kundigem Kenner bestens erläutert. amFreitag Fahrt nach Nazareth und auf den Berg Tabor. Von dort bot sich ein herrlicher Blick auf das Jezreel-Tal. amSamstag zum Abschied  feierten wir Eucharistie direkt am See, beäugt von den schon in der Hl. Schrift genannten Klippdachsen.

Wir Brüder im Kloster und draußen in den Pfarren konnten in diesen acht Tagen uns untereinander austauschen und so die Sorgen und Freuden des anderen besser verstehen lernen.

Fr. Stefan-M. Szinai OSB

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