Konzert „MOZART WILL SURVIVE“ – Der Bericht

MOZART WILL SURVIVE – ein Konzert von Aleksey Igudesman und Hyung-ki Joo

amMontag, dem 26.09.2022, fand eine ganz besondere Feierlichkeit im Festsaal des Schottengymnasiums statt. Der von den Altschotten- und Elternverein gespendete Bösendorfer Flügel wurde musikalisch eingeweiht und der Schule übergeben. Igudesman & Joo sorgten für eine fantastische Inszenierung, bei der viel gelacht, geweint und gegrölt wurde. Aber alles der Reihe nach.

Schließlich war es Direktor Josef Harold, der als erster in die Tasten schlug. Als begeisterter Klavierspieler war es immer schon sein Traum gewesen, einen Flügel in der Schule zu haben und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, sich musikalisch zu engagieren. Diesem Wunsch sind der Elternverein und die Altschotten nachgekommen. Es wurden Patenschaften für Tasten übernommen und Geld gespendet, womit ein Bösendorfer Flügel gekauft werden konnte, um die Musiktradition am Schottengymnasium weiterzuführen.

und wer kann besser traditionelle klassische Musik mit der modernen Gegenwart verknüpfen als Igudesman & Joo. Über 50 Millionen YouTube Clicks bestätigen ihr Können und einzigartiges Talent. Aber nicht nur im Internet sind sie Stars, sondern auch in real life performen sie mit den berühmtesten Orchestern wie den New York Philharmonikern, dem Chicago Symphonie Orchester, den Londoner Philharmoniker, etc.

Kennengelernt haben sich die beiden im Alter von 12 Jahren auf der Yehudi Menuhin Schule in England und begründeten ihre Freundschaft mit dem Essen von fish&chips. Seitdem kreieren sie ihre eigenen Shows und erlangten mit der Zeit immer mehr Bekanntheit.

And now Rachmaninoff heißt die Show mit der, der neue Bösendorfer Flügel im Festsaal des Schottengymnasium eingeweiht wurde. Warum Sergei Rachmaninoff?  Zum einem, weil er zu den größten Komponisten und Pianisten des 20. Jahrhunderts zählt und zum anderen, weil viel von seiner Musik von Sängern wie Frank Sinatra und Celine Dion übernommen wurde. Aber auch Marilyn Monroe ließ ihn in einem ihrer Filme hochgeloben.

Rachmaninoff ist bereits tot und seine Musik vielleicht etwas verstaubt, aber Igudesman & Joo erwecken ihn und sein Schaffen humorvoll zum Leben. Zu Beginn stellen sie gleich einmal fest, dass Rachmaninoff auf keinem einzigen Bild lächelt. Er dürfte also eine sehr ernste und nicht besonders fröhliche Person gewesen sein. Zudem soll er schlecht geküsst haben, weil er nur 5min mit seiner Freundin zusammen war und dann seine Cousine heiratete. Das Stück, welches er zu dieser Zeit schrieb, heißt Liebesleid und ist angeblich eines seiner lustigsten Werke.

Sogleich beginnt Joo Liebesleid am Flügel zu spielen und Igudesman begleitet mit der Geige, doch plötzlich ertönt ein falscher Ton aus dem Flügel und Igudesman, verkleidet als Klavierstimmer, macht sich drauf und dran, das Problem zu beheben. Buchstäblich fliegen Holzspänne und Gummihühner aus dem Flügel und für einen kurzen Augenblick, denkt man darüber nach, ob man den Bösendorfer Flügel vielleicht doch noch umtauschen sollte, aber leider weiß man nicht mehr, wo man die Rechnung hingegeben hat. Mit einem Mal scheint, der Flügel dann aber doch repariert zu sein und die Show geht weiter.

Sein nächstes Werk hatte Rachmaninoff für ein Orchester komponiert, da in den Festsaal aber nur ein Flügel passt, wurde von Joo eine gewisse Flexibilität abverlangt und von uns viel Fantasie. Joo war also ganz allein und all by Myself wie die bekannteste Single-Lady Bridget Jones.

Kaum waren I&J in ihrem Element, hörte der Spaß nicht mehr auf. Die Musik beschwingte und vereinigte Klassik und Pop, Tradition und Moderne und alle, egal ob Jung oder Alt alle waren begeistert.

Nach dem Konzert gab es noch Sekt und Brötchen und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Die Freude über den neuen Bösendorfer Flügel ist groß und wird auch in Zukunft für viele schöne musikalische Momente sorgen. Musik verbindet und will survive. Hiermit möchten wir uns noch einmal für die Patenschaften und Spenden herzlich bedanken!

Ein besonderer Dank gilt Franz Patay für die Ermöglichung und Organisation dieses Abends.

 

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