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am24. Juni war Martin Ploderer mit einem Auszug aus seinem Monsterprogramm der Gesamtlesung der „Letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus zu Gast im den Alt-Schotten-Heim. Selbst kein Alt-Schotte, aber Enkel eines solchen und mit einigen von uns befreundet, hat er kürzlich seinen Weg zurück zu seinem eigentlichen Beruf des Schauspielers gefunden. In knapp zwei Stunden führte er seine gespannten Zuhörer durch eine Auswahl der packendsten Szenen und beeindruckte sein Publikum vor allem durch die Vielfalt der vor dessen geistigen Augen erstehenden Figuren. Mit Leichtigkeit wechselte er zwischen Wiener, Bayrischem, Preußischem und wenn es sein musste auch fremdsprachigem Zungenschlag, so dass die von Karl Kraus beschriebene, heute (vielleicht doch noch nicht ganz) versunkene Welt aus der Zeit vor und während des Ersten Weltkriegs lebendig wurde.

Ein spannender Abend, der die Anwesenden im Anschluss auch noch zu einem regen Meinungsaustausch animierte. Wir hoffen, dass Martin Ploderer uns bald wieder mit einem bis dahin vielleicht neu einstudierten Programm beehren wird.

Text: Florian Stockert (MJ 78b)

Foto: Martin Ploderer