In einer Welt, in der Nachrichten in Sekundenschnelle um den Globus gehen, wird die Frage nach Wahrheit und Täuschung immer drängender: Wer entscheidet, welche Informationen authentisch sind – und wer versucht, uns gezielt zu manipulieren?
Genau diesem Thema widmete sich am 25. September 2025 eine exklusive Diskussionsveranstaltung für die Alt-Schotten in Kooperation mit der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (ÖAG). Unser Mitglied Rainer Newald (MJ88), Generalsekretär der ÖAG, lud in die stilvollen Clubräumlichkeiten in der Wiener Stallburggasse. Unter dem Titel „Trusted Media – Wem können wir noch trauen?“ beleuchteten führende Journalistinnen und Journalisten die Herausforderungen rund um Fake News, Desinformation und die Rolle sozialer Medien.
Die hochkarätige Diskussionsrunde bot faszinierende Einblicke in die Dynamik der modernen Medienlandschaft. Alexandra Föderl-Schmid, Nachrichtenchefin der Süddeutschen Zeitung, war aus München zugeschaltet, Patrick Swanson, Co-Founder der Plattform Verso, aus San Francisco. Vor Ort diskutierten lebhaft Lisa Totzauer, Chefredakteurin der ORF-Magazine, sowie Politik-Analyst Thomas Hofer. Souverän moderiert wurde die Veranstaltung von Hannelore Veit, langjährige ORF-Washington-Korrespondentin und Vizepräsidentin der ÖAG.
Im Zentrum der Diskussion standen die Gefahren gezielter Desinformationskampagnen und die wachsende Rolle sozialer Medien bei der Verbreitung manipulativer Inhalte im Internet. Die Expertinnen und Experten machten deutlich, dass klassische Medienhäuser unter enormem Druck stehen, Glaubwürdigkeit und Qualität zu sichern.
Mein zentrales Fazit: Vertrauen in Medien ist kein Selbstläufer. Es ist vielmehr eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe, die täglich neu erarbeitet werden muss – durch Transparenz, hohe journalistische Standards und kritisches Denken. Medienkompetenz bleibt dabei unsere stärkste Verteidigung gegen Manipulation. Nur wer Quellen hinterfragt und Fakten von Fiktion zu unterscheiden vermag, kann sich sicher in der zunehmend komplexen Informationswelt bewegen.
Maximilian Attems-Gilleis (MJ01)



