Rahmenlose Meisterwerke und Messingglanz: Die Wohnung Emil Löwenbach

Die Wohnung Emil Löwenbach in der Reischachstraße 3 nahe der Urania zählt zu den wenigen Innenraumgestaltungen von Adolf Loos, die teilweise erhalten geblieben sind. Sie wurde 1913 für den Industriellen Emil Löwenbach entworfen und umfasst etwa 500 Quadratmeter, wobei leider lediglich drei Zimmer (Wohnsalon, Esszimmer und Bibliothek) in ihren Grundzügen noch im Originalzustand erhalten sind. Loos‘ Gestaltung der Wohnung zeichnet sich durch eine Kombination aus qualitätsvollsten Materialien und minimalistischer ornamentaler Ästhetik aus. Verwendet wurden unter anderem Marmor, Mahagoni, Zitronenholz, Damast und Messing. Die handwerkliche Ausführung dieser Materialien ist beeindruckend. Luster von Lobmeyr und Stoffe von Backhausen begegnen uns auch hier wieder. Bemerkenswert für diese Zeit ist die Verwendung von Fotografien Alter Meister, die bündig und rahmenlos in die Wandvertäfelung gesetzt wurden Josef Paulis, Präsident des Bridge Club Wien, führte uns Alt-Schotten durch die Räumlichkeiten und komplettierte seinen Vortrag mit der Lebensgeschichte von Adolf Loos.

Xaver Marschalek (MJ 93b)

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