Naturparadies Schottenwälder

Während sich das Schottenstift mitten im Zentrum von Wien befindet, liegen die Schottenwälder am Rande der Bundeshauptstadt und sind ein wahres Naturparadies. Die Schottenwälder reichen vom Heuberg im Westen Wiens bis hin zu den Abhängen des Hochbruck- und Exelberges an der niederösterreichischen Grenze und fallen einerseits zum Dornbach und südlich zum Halterbach ab. Die Seehöhe reicht von etwa 260 bis knapp über 460 Meter. Die Schottenwälder stellen die größten privaten Waldflächen auf Wiener Landesgebiet dar.

Der Schottenforst wird von den Wäldern der Stadt Wien, des Stiftes St. Peter sowie im Norden von den Wäldern des Stiftes Klosterneuburg umgeben, im Nordosten ist er durch den Besitz der Österreichischen Bundesforste AG – Forstbetrieb Wienerwald begrenzt.

Ökologie und Baumartenverteilung
Die Lage der Wälder befindet sich im Übergang des östlichen Eichenmischwaldgebietes zum nördlichen randalpinen Fichten-Tannen-Buchenwaldgebietes. Die natürlich vorkommenden Baumarten setzen sich in erster Linie aus den typischen Baumarten des Wienerwaldes zusammen: Rotbuche 57%, Eiche 22% (Stiel- und Traubeneiche), Hainbuche 11%, Esche 2%, Birke 2%, Lärche 2%, Kiefer 2%, sonstiges Laubholz 2%

Klima
Der Schottenwald wird großklimatisch durch die Lage am Übergang vom mitteleuropäisch-ozeanischen zum pannonisch-kontinentalen Klima geprägt, wobei der pannonische Einfluss überwiegt. Der mittlere Jahresniederschlag beträgt 837 Millimeter, die durchschnittliche Jahrestemperatur 8° Celsius.

Geologie
Das gesamte Revier fällt in die Flyschzone des Wienerwaldes. Sandstein verschiedener Ausbildung und Mineralgehalts wechseln mit tonigen Lagen und Mergelschichten. Die Böden setzen sich zu mehr als 90% aus Parabraunerden, Pseudogleyen und Gleyen zusammen. Die meist tiefgründigen, sandig bis steinigen Lehmböden ergeben gute wüchsige Laubwaldstandorte.