Gut „Siehdichfür“ in Gänserndorf

Fährt man von Breitenlee ins Marchfeld, so erreicht man über Raasdorf, Markgrafneusiedl und Gänserndorf Süd nach etwa 25-minütiger Fahrt das Gut „Siehdichfür“. Umgeben von Wäldern werden hier auf einer Fläche von etwa 300 ha jene Ackerfrüchte kultiviert, die sich später in Brot und Backwaren, Speiseölen, Bier und in der Biogasanlage wiederfinden.

Seinen ungewöhnlichen Namen erhielt „Siehdichfür“ übrigens aus folgendem Grund: In früherer Zeit war in dieser Gegend ein Kloster, dessen Mönche allen herbergsuchenden Reisenden Zuflucht hinter den schützenden Klostermauern erlaubten. Es kamen immer mehr schutzsuchende Wanderer, die an die Klostertüre klopften. Aus lauter Freude, so vielen Menschen Herberge bieten zu können, gewährten die Mönche allen Einlass. Bald stellte sich jedoch heraus, dass manche Gesellen mehr wollten als die Klostersuppe und eine trockene Liegestätte. Sie ermordeten die Mönche, schlüpften in deren Kutten und beraubten und ermordeten fortan alle anderen Herbergsuchenden. Erst als bekannt wurde, dass nur jene Reisenden lebend ihr Ziel erreichten, die nicht in „Siehdichfür“ Halt machten, konnten die falschen Mönche dingfest gemacht werden.