Choralschola und Schottenchor

Die Vokalmusik in der Schottenkirche wird – neben dem Konvent und der Gemeinde – im Wesentlichen von der Choralschola Quasi modo geniti und dem Schottenchor, beide unter der Leitung von Mag. Georg Wais getragen. Der seit 30 Jahren bestehenden Schola Quasi modo geniti gehören ca. 10 Männer und Frauen an.

Vor knapp 40 Jahren wurde der Chor St. Elisabeth von Mag. art. Xaver Kainzbauer gegründet; seit 1998/99 ist er in unserer Gemeinde als Schottenchor heimisch. Aufgabe und Selbstverständnis des Chors ist die liturgische Musik im Dienst des Wortes. Mit 16 bis 20 Frauen und Männern, die sich halbwegs gleichmäßig auf alle Stimmen aufteilen, lässt sich vor allem die Musik der Renaissance- und Barockzeit hervorragend zum Klingen bringen. Dazu kommt ausgewählte Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts und auch so manches „dazwischen“. Einen Schwerpunkt bilden die deutschsprachigen Kompositionen von Heinrich Schütz, dessen reiche Vertonungen biblischer Texte beider Testamente (u.a. die Geistliche Chormusik oder die doppel- bis vierchörigen Psalmen Davids) eine nahezu unerschöpfliche Quelle biblisch-liturgischer Spiritualität darstellen.

Der Chorgesang versteht sich als Ergänzung zum Singen der Gemeinde, die erste Trägerin jeder liturgischen Feier. Daher wird auch die der Kirche schon früh bekannte Alternatim-Praxis – der Wechselgesang verschiedener Gruppen – gepflegt und konsequent eingesetzt: zwischen KantorInnen und Gemeinde, Sologruppe und Ganzchor, Schola und Chor oder auch zwischen rechter und linker Seite im Kirchenschiff (z.B. beim Gloria im Choralamt).

Ein inzwischen gut etabliertes Beispiel dafür sind die von der Schola gesungenen gregorianischen Introiten im Advent und in der Quadragesima, die nicht mit solistischen Psalmversen, sondern mit dem von der Orgel begleiteten Einzugslied der Gemeinde kombiniert werden.