Berichte aus der Schottengemeinde

Empfang für die „neuen“ Lehrpersonen

Empfang für die „neuen“ Lehrpersonen

Die Lehrerinnen und Lehrer, die in diesem Schuljahr zum ersten Mal am Schottengymnasium unterrichtet haben, waren am Ende des Sommersemesters 2024 Ehrengäste im Stift. Nach der Mittagshore und dem Mittagessen mit den Mönchen gab es einen Kaffeeplausch mit Abt Nikolaus und eine Führung durch ausgewählte Bereiche des Stifts mit P. Augustinus. Die Lehrpersonen zeigten sich darüber erfreut, die vielfach unbekannte Welt des Konvents ein wenig von innen kennenzulernen und so die Struktur des Schottenstifts besser verstehen zu können.

Auf dem Weg zu einem neuen Lebensabschnitt

Auf dem Weg zu einem neuen Lebensabschnitt

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Matura endet ein Lebensabschnitt und ein neues Kapitel wird aufgeschlagen. Kurz vor den schriftlichen Prüfungen haben drei Maturanten – Clemens, Kian und Paul (fehlt im Bild) – ein paar Tage im Stift verbracht und so kurz vor ihrem Abschied vom Gymnasium noch einen Einblick in das Klosterleben erhalten. Die Maturanten fanden Gelegenheit mit den verschiedenen Mönchen ins Gespräch zu kommen und etwas Ruhe und Stille zur Vorbereitung auf die Prüfungen.

8. Juni: Klostertag für die Stiftspfarren

8. Juni: Klostertag für die Stiftspfarren

Am zweiten Samstag im Juni (8.6.2024) waren auch in diesem Jahr wieder Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Stiftspfarren zum Klostertag im Schottenstift. Der Nachmittag bot wieder Gelegenheit zur gemeinsamen Eucharistiefeier und zu einem geselligen Miteinander bei Speis und Trank. Abt Nikolaus bezog sich in seiner Predigt auf die Matthäus-Perikope vom entsprechenden Sonntag, in der die Angehörigen Jesu meinen, Jesus sei „von Sinnen“ (Mt 3,21) und müsse zur Familie zurückgebracht werden. Abt Nikolaus ermutigte dazu, nach dem Beispiel Jesu neue Wege einzuschlagen – auch wenn diese nicht immer den überkommenen Erwartungen entsprechen. Er dankte allen, die sich in den Pfarrgemeinden treu einbringen und die Verbundenheit mit dem Stift pflegen.

Bereichsleiterausflug zum Schottenhof

Bereichsleiterausflug zum Schottenhof

Am 7. Juni 2024 unternahm Abt Nikolaus Poch gemeinsam mit den Bereichsleitern des Schottenstifts einen kleinen Ausflug durch den Schottenwald zum Forsthaus des Klosters, dem sogenannten Schottenhof, wo sie vom Forstverwalter empfangen und verköstigt wurden.

Die Leiter der einzelnen im Kloster selbst angesiedelten Bereiche treffen sich regelmäßig, um Informationen untereinander auszutauschen und übergeordnete Themen (etwa des Ressourcen- und Sicherheitsmanagements) zu diskutieren. Der Ausflug sollte demgegenüber dem ungezwungenen Austausch abseits von die Sitzungen oft dominierenden Alltagsherausforderungen dienen. Zum Wirtschaftsdirektor und zu den Bereichsleitern von Rechnungswesen, Haustechnik, Küche, Archiv/Bibliothek, Klosterladen/Museum, Gästehaus, Kindergarten/Hort und Hausverwaltung gesellten sich hier nun auch die außerhalb des Hauses wirkenden Verwalter des Landwirtschafts- und des Forstwirtschaftsbetriebs des Klosters. Letzterer gab der Kollegenschaft auch einen Einblick in die Waldbewirtschaftung des Schottenstifts.

Konventausflug 2024: Auf Besuch in Mähren

Konventausflug 2024: Auf Besuch in Mähren

Ihr diesjähriger Konventausflug führte die Mönche des Schottenstifts nach Mähren ins Stift Raigern (Rajhrad) und nach Brünn (Brno). Das im Jahr 1045 gegründete Kloster von Rajhrad wurde nach der kommunistischen Machtübernahme Tschechiens unterdrückt, enteignet und als Kaserne bzw. Militärdepot genutzt. Die Spuren dieser leidvollen Geschichte sind bis heute an einigen der Stiftsgebäude deutlich erkennbar und kontrastieren mit der stimmungsvollen Idylle des umliegenden Parks und der Felder.  Fr. Naum Vraspír, Prior und Cellerar, begrüßte die Gäste aus dem Schottenstift und führte durch die Stiftskirche und über die Baustelle der umfangreichen Sanierungsarbeiten bis in die neu eingerichteten Ausstellungsräume und in die großartig wiederhergestellte Bibliothek. Herr Hieronymus Hejduk aus dem Augustiner Chorherrenstift Herzogenburg – aufgrund seines Theologiestudiums Mitbewohner im Schottenstift – war als Dolmetscher mitgekommen.

Der gebürtige Brünner Oblate des Stiftes Göttweig, P. Johannes Nepomuk Bejek, empfing die Gäste aus Wien in Brünn und begleitete sie durch die bemerkenswerte Altstadt, unter anderem in die Kathedrale, die Jesuitenkirche und die Minoritenkirche. Dort feierte die Gruppe Eucharistie, bevor der erlebnisreiche Tag bei Speis und Trank ausklang.

Garten-Maiandacht als Gebet um den Frieden

Garten-Maiandacht als Gebet um den Frieden

Die im Zusammenhang des Zweiten Weltkriegs vom Konvent gelobte Maiandacht am Christi-Himmelfahrts-Fest stand in diesem Jahr (Mai 2024) im Zeichen des Gebetes um den Frieden im Nahen Osten. Abt Nikolaus wies darauf hin, dass der Garten zwar Sinnbild der Beschaulichkeit einer monastischen Gemeinschaft ist, sie aber durch ihre Gäste immer eng verbunden bleibt mit der Welt „draußen“. So hatten im Vorjahr die aus der Ukraine geflüchteten Konvent-Gäste im Benediktushaus den Ukrainekrieg auch emotional sehr nahegebracht. In jüngerer Zeit dagegen waren es Mitbrüder der Benediktinerabtei „Dormitio“ von Jerusalem als auch die Studentinnen des sogenannten „Jerusalemer Studienjahres“, die im Schottenstift für unterschiedlich lange Aufenthalte eine Unterkunft fanden. Sie brachten der Konventsgemeinschaft durch ihre Anwesenheit und ihre Live-Berichte die dramatische Lage in Israel nahe. Aus dieser gastfreundlichen Verbundenheit erwachsen in besonderer Weise das Anliegen und die Verpflichtung um den Frieden zu beten.

 

Studenten-Wohngemeinschaft im Schottenstift wählte neue Sprecherin

Studenten-Wohngemeinschaft im Schottenstift wählte neue Sprecherin

Die Mitglieder der Wohngemeinschaft im Schottenstift haben eine neue Sprecherin gewählt, Stefanie Blümel. Stefanie folgt auf Santiago Paz Figueroa, der sein Studium abschließt und die WG verlässt. Als WG-Sprecherin übernimmt Stefanie Leitungsaufgaben in der Gemeinschaft und ist Ansprechperson für den Konvent. Junge Erwachsene im Studium können sich für drei Jahre in der Wohngemeinschaft bewerben. Voraussetzung für die Aufnahme ist die Bereitschaft, von Montag bis Freitag an den Laudes des Konvents teilzunehmen, und eine Befürwortung durch die WG-Mitglieder und den WG-Verantwortlichen, Pater Martin. Momentan sind alle Plätze besetzt – auch schon für das kommende Studiensemester.

Weihbischof Stephan Turnovszky bei „Wisdom of Faith”  im Stift

Weihbischof Stephan Turnovszky bei „Wisdom of Faith” im Stift

Die Treffen des Glaubensweges junger Erwachsener, „Wisdom-of-Faith“, die ein- bis zweimal pro Monat im Schottenstift stattfinden, gehen für dieses Studienjahr in die Endrunde. Von benediktinischer Spiritualität über Themen wie Gefangenenhaus-Seelsorge, versteckte Armut, Kunst und Glaube, Sinnfrage bei Viktor Frankl, österreichisches Konkordat, Patientenverfügung, Biotechnologie und Ethik bis hin zum Zweiten Vatikanum wurde eine große Bandbreite von Themen mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten besprochen. Am Mittwoch, 8. Mai 2024, dürfen sich die jungen Erwachsenen von „Wisdom“ wieder über einen besonderen Gast freuen: Weihbischof Stephan Turnovszky wird über das Bischofsamt sprechen. Das Treffen beginnt in gewohnter Weise mit der Komplet mit den Mönchen, ab 20 Uhr in der Romanischen Kapelle. Anschließend wird Weihbischof Turnovszky einen Impuls geben, über den die Runde dann ins Gespräch kommen wird. Ein Mitglied der Gruppe, Lukas van Husen, hat neulich ein Interview zum Thema „Glauben“ bzw. zu den Wisdom-Treffen in der diözesanen Zeitschrift „Der Sonntag“ gegeben; diesen finden Sie hier.

Stiftung Pro Oriente tagt im Benediktushaus und feiert 60jähriges Bestehen

Stiftung Pro Oriente tagt im Benediktushaus und feiert 60jähriges Bestehen

Vom 12.  bis 15. März 2024 tagten die Mitglieder der Kommissionen für ökumenische Begegnungen zwischen den orientalisch-orthodoxen und der katholischen Kirche und „Forum Syriacum“ im Benediktushaus. Auch Kurienkardinal Kurt Koch war nach Wien gekommen, um am Mittwochabend im Stephansdom einer Gedenkmesse zum 20. Todestag von Kardinal Franz König, dem Gründer von Pro Oriente, vorzustehen und beim anschließenden Festakt den Hauptvortrag zu halten. Kardinal Koch und weitere Teilnehmer an den ökumenischen Begegnungen waren auch zu Mahlzeiten im Konvent zu Gast.
Bei einem gemeinsamen Abend im Refektorium richtete Abt Nikolaus Poch Grußworte an die Gäste aus den Kirchen der syrischen Tradition sowie an die Verantwortlichen von Pro Oriente. Pro-Oriente-Präsident Alfons M. Kloss drückte in seinen Grußworten seine Wertschätzung für das Schottenstift und die freundliche Aufnahme aus. Professor Dietmar Winkler, Vorstandsmitglied der Stiftung, stellte die einzelnen Gäste, die vielfach eine weite Reise auf sich genommen hatten, vor. Die Vertreter der verschiedenen Kirchen in den Ländern Vorderasiens und Indiens verbinden verschiedene gemeinsame Themen, unter anderem die Schwierigkeiten als verhältnismäßig kleine Bevölkerungsgruppen in den jeweiligen Ländern. Der Abend klang mit geistlichen Liedern aus der syrischen und der lateinischen Tradition aus und wurde mit einem Besuch in der historischen Bibliothek des Stiftes abgerundet. 

Auf dem 1. Gruppenbild zu sehen:
P. Jacob Thekkeparambil (Syro-Malankarische Kirche, Indien); Bischof Mar Shimun Daniel (Alte Kirche des Ostens, Irak); Bischof Mor Theophilose Kuriakose (Malankara Syrisch-Orthodoxe Kirche, Indien); Mar Joseph Barnabas (Malankara Mar Thoma-Syrische-Kirche, Indien); Botschafter i. R. Alfons M. Kloss (Präsident von PRO ORIENTE, Wien); P. Philip Nelpuraparampil (Syro-Malabarische Kirche, Indien); P. Hyacinthe Destivelle OP (Direktor des Instituts für Ökumenische Studien, Päpstliche Universität St. Thomas von Aquin [Angelicum], Rom, und Leiter der Abteilung für die Orientalischen Kirchen im Dikasterium zur Förderung der Einheit der Christen, Hl. Stuhl); Bernd Mussinghoff, Generalsekretär von PRO ORIENTE; Professor Dietmar W. Winkler, Universität Salzburg und Vorstand PRO ORIENTE; Aho Shemunkasho (syrisch-orthodox, Universität Salzburg); P. Baby Varghese (Malankara Orthodox-Syrische Kirche, Indien)

Letztes Foto in der Bilder-Galerie: Gästebuch-Eintrag von Kurienkardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.

Fotos: P. Martin Kammerer und P. Christoph Merth