Berichte aus der Schottengemeinde

St. Patrick im Schottenstift

St. Patrick im Schottenstift

Am Vortag zum St. Patrick’s Day feierte Wiens irische Gemeinde mit P. Sebastian Hacker OSB eine Festmesse im Schottenstift. Die Verbindung zum Heiligen Patrick, dessen Gedenktag am 17. März begangen wird, liegt in der Geschichte des Schottenstiftes, das von 1155 bis 1418 aus ausschließlich irischen Mönchen bestand.

Irland wurde in mittelalterlicher Zeit als „Scotia Maior“ (Groß-Schottland) bezeichnet. P. Sebastian ging in seiner Predigt auf das bewegte Leben des Heiligen Patrick und dessen intensives missionarisches Wirken in Irland ein. Dabei erörterte er die Frage, wie jemand den Gott Jesu Christi grundsätzlich kennenlernen kann – auf dem Hintergrund einer bemerkenswerten Aussage eines Zeitgenossen: „Ich kenne Ihn (Gott) nicht, vermisse ihn aber“.

Unter den Mitfeiernden waren Minister of State Kieran O’Donnell, Ambassador to the OSCE Anne-Marie Callan und Ambassador of the Republic of Ireland Eoin O’Leary. Margit Exel, Präsidentin der Österreichisch-Irischen Gesellschaft, koordinierte die Feier mit den Musikern und der Botschaft und wirkte selbst als Sängerin mit.
Hier finden Sie einen filmischen Eindruck davon.

Ein Schutz für ein gutes Miteinander

Ein Schutz für ein gutes Miteinander

Die Mönche des Schottenstifts haben sich im Jänner 2024 im Zusammenhang eines Präventionskonzeptes für das Stift mit dem Thema „Nähe und Distanz“ sowie mit verschiedenen Formen von Gewalt befasst. Die Leitung der sechsstündigen Schulung war in den Händen von Waltraud Gugerbauer und Stefan Schöttl: Diese besprachen im Dialog mit den Mönchen Fallbeispiele und gaben wichtige Hinweise zum Umgang mit eventuellen Situationen von Fahrlässigkeit und Delikten als auch zum Selbstschutz aller Einzelnen und der Gemeinschaft.

“Wisdom of Faith”: Veranstaltungskalender Sommersemester 2024

“Wisdom of Faith”: Veranstaltungskalender Sommersemester 2024

Eine Planungsgruppe aus der Runde der jungen Erwachsenen, die im Schottenstift regelmäßig zu den „Wisdom-of-Faith“-Treffen zusammenkommen, hat im vergangenen Herbst ein Programm zu verschiedenen Fragen erstellt. Nun stehen auch die Termine der Treffen für das Sommersemester. Junge Erwachsene im Universitäts- bzw. Hochschulstudium als auch junge Berufstätige sind herzlich dazu eingeladen an den Treffen teilzunehmen. Start ist jeweils montags oder mittwochs um 20:00 Uhr mit der Komplet in der Romanischen Kapelle des Schottenstifts (Eingang über Freyung 6 a). Profilierte Referenten werden zu Gast zu sein. Hier geht es zum Veranstaltungs-Programm.

12. Jänner 2024: Eine Zeit zum Danksagen und Feiern im Schottenstift

12. Jänner 2024: Eine Zeit zum Danksagen und Feiern im Schottenstift

Anlässlich des Jahresgedächtnis der Stifterfamilie am 13. Jänner hat Abt Nikolaus Poch am vorausgehenden Nachmittag die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stiftes zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Bei einer gemeinsamen Andacht in der Krypta sprach Abt Nikolaus vor dem Hintergrund der alttestamentlichen Kohelet-Worte über die verschiedenen Zeiten im Leben. Das jährliche Stiftergedenken biete eine Gelegenheit zum Innehalten und zum Feiern und so die Gemeinschaft zu pflegen. Die Zeit der Arbeit werde so durch die Zeit des Feierns unterbrochen. Neben den aktuell Aktiven aus den verschiedenen Bereichen (Verwaltung und Archiv, Kindergarten, Hort, Klosterladen, Küche, Gästehaus u. a.) waren erfreulicherweise auch einzelne bereits pensionierte Mitarbeiter der Einladung gefolgt. Die Treue einer Reihe von Mitarbeitenden zum Schottenstift zeigte sich exemplarisch in der Person von Michael Wiehart, der schon seit 1984, also seit vierzig Jahren im Kammeramt mitarbeitet. Ihm und allen anderen sprach Abt Nikolaus den Dank des Konventes aus. Im Gasthof „Zattl“ wurde das Beisammensein bei einem Essen fortgesetzt.

Fotos: P. Martin Kammerer

35. Schottenadvent eröffnet

35. Schottenadvent eröffnet

Abt Nikolaus Poch hat am Freitag, 1. Dezember 2023, den 35. Adventmarkt eröffnet. Wir sprachen mit Nikolaus Binder, der in diesem Jahr die Leitung der Aktion übernommen hat.

Nikolaus, du hast mit viel Einsatz die Leitung des SchottenadventS übernommen. Was findest du an dieser Aktion besonders schön?
Besonders schön ist, wenn so viele verschiedene Menschen aus der Schottenfamilie mit ihren Talenten gemeinsam an etwas Positivem arbeiten.

Welchen Zwecken wird der Erlös des SchottenadventS zugeführt?
Der Erlös aus dem Schottenadvent teilt sich zum Großteil auf drei christlich geprägte Entwicklungsprojekte, die wir unterstützen: in Santa Cruz in Bolivien, in Mandeni in Südafrika und in Enugu in Nigeria. Mit einem Teil der Einnahmen unterstützen wir die Aktivität der Pfarrcaritas der Schottenpfarre und ein kleiner Teil der Einnahmen geht an die Pfarre selbst.

Was ist das Besondere dieses Adventmarktes?
Unser Adventmarkt ist kein kommerzieller Adventmarkt, aber auch nicht irgendein Charity-Punsch-Stand. Ein schönes Beispiel dafür ist, dass wir Ehrenamtliche vor dem eigentlichen Beginn bei noch verschlossenen Türen zehn Minuten zusammenstehen und für diese Aktion beten, für die Beteiligten – von den Kindergarten-Kindern bis zum
Abt –, für alle Besucherinnen und Besucher und besonders für alle, denen der Erlös zugutekommt. Allen Beteiligten ist dieses gemeinsame Gebet ein großes Anliegen.

Einige Ehrenamtliche sind schon lange dabei, andere sind neu…
Ja, einige Damen sind schon 35 Jahre lang dabei. Es gibt aber auch z. B. eine Schulklasse mit Mädchen und Buben, die zum ersten Mal einen Stand übernommen haben.

Was gibt es noch zusätzlich zum Verkauf?
Es gibt einige Gruppen, die mit den Schotten verbunden sind oder die Räume des Stifts nutzen, wie z. B. Chöre, die für den Schottenadvent ein Rahmenprogramm gestalten. Ein Höhepunkt für Kinder ist das Kasperltheater.

Das Gespräch führte P. Martin Kammerer.
amFoto von links nach rechts: Nikolaus Binder, Gabriella Papai, Abt Nikolaus Poch

 

Berggasse 6: Gedenktafel für Theodor Herzl

Berggasse 6: Gedenktafel für Theodor Herzl

Als ein Abgesandter der israelischen Botschaft in Wien sein Anliegen in unserer Hausverwaltung vorbrachte, war die Überraschung groß: Gerne würde man mit einer Gedenktafel am Haus Berggasse 6, dessen Eigentümer das Schottenstift ist, an den jüdischen Schriftsteller, Publizisten und Journalisten Dr. Theodor Herzl erinnern. Dieser bedeutende Wegbereiter des Zionismus habe in den Jahren 1896 bis 1898 dort gewohnt und gewirkt. 

Wir waren sehr damit einverstanden – es musste jedoch alles recht schnell gehen: in wenigen Wochen bereits würde der israelische Staatspräsident nach Wien kommen – eine ideale Gelegenheit, die Gedenktafel zu enthüllen. 
Die gemeinsam konzipierte Tafel konnte nun tatsächlich am Dienstag dem 5. September (2023) der Öffentlichkeit präsentiert werden. Der Festakt war hochkarätig besetzt: die israelische Delegation wurde von Staatspräsident Isaac Herzog angeführt, die österreichische von Ministerin Karoline Edtstadler und Bürgermeister Michael Ludwig. Das Schottenstift war durch Abt Nikolaus, Wirtschaftsdirektor Wolfgang Steininger, Mag. Roland Raunig und Architekt Jakob Rosenauer vertreten. 

Umgeben von einem enormen Sicherheitsaufgebot der Wiener Polizei gab es nach verschiedenen Ansprachen zur Person und den Visionen Theodor Herzls einen freundschaftlichen Austausch mit Mitgliedern der jüdischen Kultusgemeinde.
Wir danken Herrn Awi Blumenfeld für diese wertvolle Initiative!

Abt Nikolaus Poch OSB

Hier finden Sie Foto-Impressionen der Veranstaltung.

Ein Ausflug nach Pressburg: Als großes Team miteinander auf dem Weg

Ein Ausflug nach Pressburg: Als großes Team miteinander auf dem Weg

Vor kurzem (Anfang September 2023) haben Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schottenstifts einen Ausflug nach Pressburg unternommen. Die Fahrt mit dem Twin City Liner begann auf der ruhigen Donau im noch bewölkten Wien. Schon auf der Schiffsfahrt kamen viele ins Gespräch miteinander. Gleich nach der Ankunft im sonnigen Pressburg führte ein Bummelzug die Gäste durch die Stadt bis zur Burg und ins historische Zentrum. Eine Fremdenführerin erzählte in bestem Deutsch über die Geschichte und Gegenwart der Stadt, humorvoll mit manch zeitkritischem Witz. Sie führte die große Gruppe zu Fuß durch die Altstadt – durch das ehemalige jüdische Viertel, das der Stadtautobahn weichen musste, vorbei am Martinsdom, in dem Maria Theresia zur ungarischen Königin gekrönt worden war, bis zum Rathaus und zum einzigen erhaltenen Stadttor, durch das einst die „Bernsteinstraße” vom Baltikum nach Südeuropa führte. Das gemütliche Mittagessen traditioneller slowakischer Küche stärkte die gute Stimmung unter den Ausflüglern. Die Rückfahrt, der untergehenden Sonne entgegen, bot eine Gelegenheit zum Plaudern und zum Gruppenfoto auf dem Heck des Bootes, das rasch, innerhalb von eineinhalb Stunden, die Strecke von Pressburg nach Wien bewältigte.

P. Sebastian Hacker OSB

Finden Sie hier Foto-Impressionen dazu.

Exerzitienwoche 2023: Die „Berg-Stationen“ des geistlichen Lebens

Exerzitienwoche 2023: Die „Berg-Stationen“ des geistlichen Lebens

amÜbergang vom Generalurlaub zum Rhythmus des Arbeitsjahres stehen für die Schottenmönche jährlich gemeinsame Exerzitien im Benediktinerstift St. Lambrecht. Exerzitienleiter war diesmal der Wiener Diözesanpriester und Theologe Christoph Benke, Seelsorger im Zentrum für Theologiestudierende. Er hatte die Exerzitien unter das Thema „Berg-Stationen“ gestellt, was weniger mit der steirischen Landschaft als vielmehr mit dem Weg des Volkes Israel und der Heilsgeschichte zu tun hatte. So deutete der Exerzitienleiter die Stichworte „Aufbruch“, „Aufstieg“, „Wüste“, „Irrwege“, „Fragment“, „Ankunft“, „Abstieg“ auf das geistliche Leben hin und gab eine ganze Reihe von Anregungen zum Weiterdenken. In der Wallfahrtskirche Maria Schönanger feierte die Gruppe am Freitagvormittag abschließend Eucharistie, wobei die Mönche ihr Profess-Versprechen erneuerten.
Abt Nikolaus Poch dankte zum Abschluss der Exerzitien Christoph Benke für die kompakt gestalteten, tiefsinnigen Impulse und Abt Benedikt Plank für die freundliche Aufnahme und herzliche Gastfreundschaft. Ein besonderer Dank und ein Blumenstrauß gingen an die Stifts-Köchinnen für die hervorragende Verpflegung.

Hier finden Sie Foto-Impressionen.

 

Sag zum Abschied leise Servus

Sag zum Abschied leise Servus

Es ist ein Merkmal der Studienjahre, dass ein Zeitabschnitt relativ schnell von einem anderen abgelöst wird. Dies erfahren auch Frater Elias Krexner und Benedikt Bischof, die beide im Herbst vor drei Jahren ihre Studien der Theologie und weiterer Disziplinen an der Universität Wien aufgenommen haben. Beide haben in diesen drei Jahren im Schottenstift gelebt, Fr. Elias vom Stift Seitenstetten in der „schottischen” Klostergemeinschaft, Benedikt in der Wohngemeinschaft im Hof 1.

Fr. Elias wird ab Herbst seine Studien in Rom fortsetzen und im Studien-Kolleg Sant’Anselmo leben. Für Benedikt laufen die als zeitliches Maximum festgelegten drei Jahre in der WG ab. Anlässlich dieses Abschieds luden Fr. Elias und Benedikt kürzlich den Konvent und die Wohngemeinschaft in die Prälatur des Seitenstettner Hofes ein. Das Programm bestand aus der Komplet in der Hauskapelle und einem anschließenden Abendessen auf der Terrasse der Prälatur, von wo aus eine großartige Aussicht und ein Sonnenuntergang zu genießen waren. Segenswünsche und gegenseitige Dankesadressen kamen von Abt Nikolaus, Fr. Elias und P. Martin.

 

Im Geist des heiligen Benedikt

Im Geist des heiligen Benedikt

Vor kurzem kam der Vorstand der Vereinigung der Benediktinerinnen im deutschen Sprachraum zu einem Arbeitstreffen in Wien zusammen. Die Benediktinerinnen, die dem Vorstand angehören, statteten bei dieser Gelegenheit dem Schottenstift einen Besuch ab. Sie nahmen an einer Mittagshore und dem anschließenden Essen teil und besichtigten unter der Führung von P. Augustinus Zeman unter anderem das Stiftsmuseum. Abt Nikolaus Poch hieß die Gäste willkommen und begrüßte die Benediktinerinnen ganz herzlich.

Im Bild  Abt Nikolaus Poch mit (von links nach rechts): Sr. Placida Bielefeld (Abtei Mariendonk), Sekretärin der VBD, Priorin Magdalena Nieścioruk (Wien-Liebhartstal), Äbtissin Bernadette Prüfung (Abtei Alexanderdorf, Deutschland) und Äbtissin Rut Maria Buschor (Abtei Sarnen, Schweiz). Ein weiteres Bild zeigt die Benediktinerinnen im Wiener Volksgarten.