Berichte von Konvent-Ereignissen
Im Gedenken an Dr. P. Paulus Bergauer OSB (MJ 54)
Der Dankgottesdienst findet am 23.9. um 18:30 Uhr in der Pfarrkirche von St. Ulrich statt.
Am 24.9. ist sein Sarg ab 10 Uhr in der Schottenkirche aufgebahrt, das Requiem beginnt um 11 Uhr.
Um 13 Uhr wird P. Paulus auf seinem letzten Weg vom Tor II am Zentralfriedhof zur Grabstätte des Schottenstiftes begleitet.
Anmeldung Shuttlebus: astrid.kozanian@katholischekirche.at Parte und Nachruf
Lange Nacht der Museen 2026
ORF-Lange Nacht der Museen am Samstag, 3. Oktober 2026, 18:00 bis 24:00 Uhr
Auch heuer öffnet das Museum im Schottenstift während der „ORF-Langen Nacht der Museen“ wieder seine Türen. Mit dem Ticket erhalten Sie nicht nur Zutritt ins Museum im Schottenstift, sondern können auch an einer der Führungen teilnehmen. Im Rahmen der Führung wird Ihnen der Altar des Schottenmeisters mit der ältesten topografisch richtigen Darstellung des mittelalterlichen Wiens gezeigt. Außerdem sehen Sie die ansonsten verschlossene Bibliothek, die ohne Zweifel zu den schönsten Bücherräumen Europas gehört.
Führungen durch Museum und Bibliothek finden um 20:00 Uhr und um 21:30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
>> Museum im Schottenstift auf der Website der „ORF-Langen Nacht der Museen“
Tickets für die ORF-Lange Nacht der Museen, die als Eintrittskarte für alle beteiligten Locations und als Fahrschein für die Shuttlebusse gelten, sind ab sofort auch im Klosterladen erhältlich:
Regulär: Euro 19
Ermäßigt: Euro 16
Achtung: Wegen der ORF-Langen Nacht der Museen entfällt am 3. Oktober 2026 nachmittags die reguläre Stiftsführung um 14:30 Uhr.
Bild: ORF-Design.
Erntedank – Sammlung 2026
Der Herbst ist die Zeit der Ernte. Erntedank beinhaltet auch an jene zu denken, die ohne Hilfe nicht in den Genuss einer reichen Ernte kommen. Daher sammeln wir wieder für die Aktion Le*O (= Lebensmittel und Orientierung) haltbare Lebensmittel. Bitte bringen Sie (Zucker, Reis, Öl, Konserven, Kaffee,Salz …) zu den Sonntagsgottesdiensten mit und legen Sie sie bei der Gabenbereitung in die Kisten neben dem Altar oder geben Sie sie im Klosterladen ab. Mehr Informationen hier
Begräbnis von P. Paulus Bergauer OSB am 24.9.2026
Am 23.9. wird um 18:30 Uhr in der Pfarrkirche von St. Ulrich ein Dankgottesdienst für P. Paulus gefeiert. Am 24.9. ist sein Sarg ab 10 Uhr in der Schottenkirche aufgebahrt, das Requiem beginnt um 11 Uhr. Anschließend fahren wir zum Zentralfriedhof, wo wir um 13 Uhr P. Paulus auf seinem letzten Weg vom Tor II zur Grabstätte des Schottenstiftes begleiten.
Für die Fahrt von der Schottenkirche zum Zentralfriedhof werden Busse bereitgestellt. Wir bitten diejenigen, die dieses Angebot in Anspruch nehmen wollen, um Anmeldung mit Namen und Personenanzahl bis 20. September unter astrid.kozanian@katholischekirche.at oder 01 534 98 288 (bitte auf den Anrufbeantworter sprechen, wenn das Büro nicht besetzt ist). Für diejenigen, die individuell anreisen wollen: Der Sammelpunkt ist vor der Halle 2 des Zentralfriedhofes (Tor 2). Start des Begräbniszuges 13 Uhr.
Neues Pfarrblatt
Das Pfarrblatt Herbst 2026 / Nr 96 ist erschienen, liegt am Schriftenstand in der Kirche auf und kann hier digital gelesen werden.
Die Themen: Neubeginn und Diakonenweihe – Franziskus Spirituelle Bildanschauungen – Firmung und mehr Fotoberichte –
Beten mit den Füßen Ein Bericht über das Pilgern – Pfarrausflug und Kirchenrechnung
Begräbnis von P. Paulus Bergauer OSB am 24.9.2026
Begräbnis von P. Paulus Bergauer OSB am 24.9.2026
Für die Fahrt von der Schottenkirche zum Zentralfriedhof und zurück werden Busse bereitgestellt. Wir bitten um Anmeldung mit Namen und Personenzahl bis 20.9.2026 unter astrid.kozanian@katholischekirche.at oder +43 1 534 98 288 (Anrufbeantworter)
Information zur individuellen Anreise: Beginn des Begräbniszuges 13 Uhr, Halle 2 des Zentralfriedhofs (Tor II)
„Sammeln für die Zukunft – 250 Jahre Albertina“
Führung durch die Sonderausstellung
Wann: am Dienstag, den 22. September 2026 um 15:45 im Kassenbereich der Albertina.
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Foto C: Albertina
Im Gedenken an Dr. P. Paulus Bergauer OSB
Am 7. September 2026 ist Dr. P. Paulus Bergauer OSB (geb. 9.12.1936) zu seinem Schöpfer heimgegangen. Er war viele Jahre als Lehrer am Schottengymnasium, als Kämmerer des Schottenstifts und Pfarrer der inkorporierten Pfarre St. Ulrich in Wien tätig. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er aufmerksam versorgt im Haus seiner Eltern in Wien Mauer. Die Daten des Requiems und des Begräbnisses auf dem Zentralfriedhof werden noch eigens bekanntgegeben.
Herr, schenke P. Paulus das ewige Leben in der Gemeinschaft mit Dir und Deinen Heiligen!
Abt Nikolaus Poch OSB und der Konvent der Schottenabtei
Im Gedenken an Dr. P. Paulus Bergauer OSB (MJ 54)
Ein Nachruf von Pater Laurentius Eschlböck (MJ 93A)
P. Paulus Bergauer, O.S.B., gehörte zweifelsohne zu den prägenden Gestalten des
Professorenkollegiums am Schottengymnasium. Geboren wurde Gerhard Bergauer am 9.
Dezember 1936, in die Schottenabtei eingetreten ist er am 14. September 1956. Nach der
ewigen Profess am 15. September 1960 wurde er am 29. Juni 1962 zum Priester geweiht. Vor
mehr als 50 Jahren, 1975, wurde er Pfarrer in St. Ulrich im 7. Bezirk. Im Jahre 1981 übernahm
P. Paulus auch noch die Funktion des Kämmerers, des Wirtschaftsverantwortlichen, im
Schottenstift. Vielen ist P. Paulus aber vor allem als Lehrer für die Gegenstände Religion und
Biologie und Umweltkunde in Erinnerung. Seine Unterrichtstätigkeit begann er mit dem
Schuljahr 1967/68 und beendete diese im Jahre 1998/99.
P. Paulus verstand sich selbst in erster Linie als Priester und Seelsorger. Das zeigte sich
einerseits darin, dass er jederzeit erreichbar und ansprechbar war. Es ist mir nicht erinnerlich,
dass ich, wenn ich mit einer Frage oder einem Anliegen zu ihm gekommen bin, von ihm
abgewiesen worden wäre, vielmehr nahm er sich die Zeit, um mir geduldig zuzuhören. Auch
für die Mitglieder seiner Pfarrgemeinde war er, zunächst noch per Pager, sehr früh aber mittels
Mobiltelephon, stets erreichbar. P. Paulus trug andererseits immer das Chrisam bei sich, um
auch im Notfall das Sakrament der Krankensalbung spenden zu können (eine Angewohnheit,
die ich von ihm übernommen habe). Letztlich war auch dies ein Ausdruck seiner steten
Bereitschaft, als Priester jederzeit helfen zu können.
Obwohl er von sich aus den Lehrberuf vielleicht nicht direkt angestrebt hätte, wurde
ihm aufgrund der seinem Klostereintritt vorausgegangenen vier Semester Chemiestudium vom
damaligen Abt Hermann Peichl, O.S.B., der Auftrag erteilt, Biologie zu studieren, um dann P.
Amand Figlhuber, O.S.B., als Lehrer für dieses Fach nachfolgen zu können. P. Paulus verfolgte
das ihm aufgetragene Studium zunächst nur mit wenig innerer Überzeugung, lieber wäre ihm
wohl das Fach Chemie gewesen, doch nach einem für ihn markant erfolgreichen Seziererlebnis
fand er auch zu dieser Disziplin einen Zugang. Erwähnenswert erscheint mir dies, weil es für
P. Paulus typisch war, auch in alltäglichen Dingen die Gegenwart und die Fügung Gottes zu
sehen.
Generell war P. Paulus, vor allem auf technischem Gebiet, ein sehr interessierter
Mensch. Für uns Schüler – mit der Koedukation wurde erst im Schuljahr 2004/05 begonnen –
zeigte sich dies unter anderem auch darin, dass wir fallweise über alles Mögliche informiert
wurden, der eigentlich durchzunehmende Stoff dafür aber nicht immer systematisch und
konsequent gelehrt und von uns noch weniger gelernt wurde. Zwar waren die
Leistungsanforderungen an die Schüler, verglichen mit anderen Fächern, bei P. Paulus nicht
unverhältnismäßig hoch, doch konnte man als Interessierter durchaus viel mitnehmen.
Allerdings war seitdem er zum Pfarrer ernannt worden war, die Didaktik nicht jedes Mal gerade
mitreißend. Bedingt durch den Zeitmangel für eine entsprechende Vorbereitung waren
gemeinsames Mikroskopieren oder Sezieren im Unterricht nur allzu seltene Ereignisse,
dagegen wurden die Wandertage regelmäßig in Biologieexkursionen umgewandelt. Überhaupt
war fächerübergreifendes Denken ein Kennzeichen von P. Paulus. Seine betont unterschiedene
Herangehensweise an eine Sachfrage, von einem theologischen, einem biologischen und einem
rein menschlichen Standpunkt aus, wird nach wie vor oft zitiert.
P. Paulus konnte weiters sehr geschickt im Verhandeln sein. Manche seiner
„Schachzüge“ zeugten durchaus von einem überaus wachen Geist hinter den oft sehr müden
Augen. Die Bekanntschaft mit seinem ehemaligen Betreuungslehrer Dr. Helmut Zilk oder
seinem ehemaligen Studienkollegen Dr. Michael Häupl sollen ihm bei dem einen oder anderen
Renovierungsprojekt zugutegekommen sein. Manche wirtschaftliche Entscheidung hätte man
vielleicht auch anders treffen können, doch hatte P. Paulus von seiner Mutter Hilda, die selbst
Prokuristin war, wohl so etwas wie einen ökonomischen Grundinstinkt vererbt bekommen, der
ihm geholfen hat, seine Tätigkeit als Kämmerer auszuführen. Viel prägender war für ihn jedoch
der Beruf seines Vaters Karl, eines Kriminalbeamten. Mit leuchtenden Augen konnte P. Paulus
z. B. von seinem eigenen Überführen eines Taschendiebes mittels Bestäubens von Banknoten
mit einer Chemikalie, worauf sich dann die Finger des Diebes mit nicht abwaschbarer Farbe
Rot färbten, erzählen.
P. Paulus nahm vieles auch persönlich, fallweise vielleicht zu persönlich. Humor, die
Fähigkeit über sich selbst zu lachen, gehörte nicht zu den ihm geschenkten Gaben. Doch war
er andererseits auch nicht allzu lange nachtragend, schon gar nicht nach einer aufrichtig
vorgebrachten Bitte um Entschuldigung.
Es war für mich ein Geschenk, P. Paulus wenige Tage vor seinem Tod noch im Spital
besuchen zu können. Er war schon sehr schwach und kommunizierte mit mir nur mehr noch
mittels Bewegens seiner Augen. Aber er konnte sowohl die Kommunion als auch die
Krankensalbung empfangen und hatte noch die Kraft, sich an den entsprechenden Stellen selbst
zu bekreuzigen. Am Ende, nachdem ich für alles, was er als mein Lehrer und Klassenvorstand
für mich getan hat, mich bedankt und verabschiedet hatte, hat er mich noch wortlos mit einer
Handbewegung gesegnet, so wie am Ende eines jeden Unterrichtstages, wenn wir bei ihm die
letzte Stunde hatten. Es war dies ein sehr berührender Augenblick. Möge P. Paulus ruhen in
Frieden und das ewige Licht ihm leuchten.