„Wirtschaftsstandort Österreich – quo vadis?“ am 07.November 2023

„In Österreich gibt es mehr Gipfelkreuze als Windräder…“…stellt Christoph Matznetter, Nationalratsabgeordneter der SPÖ, konsterniert fest und ergänzt: „Im Osten Österreichs schaffen wir es offensichtlich nachhaltige Energie zu produzieren, der Westen ist offensichtlich nicht im Stande dazu und die verantwortlichen Bundesländer stellen sich gegen Windräder & Co“, deutet er besorgt auf den Föderalismus.

Es war angerichtet – zum ersten Mal in der Geschichte des Schottengymnasiums und der Altschotten war ein aktiver Minister zu einer Podiumsdiskussion zugegen.

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher gab seinen Blick auf den Wirtschaftsstandort Österreich wieder, und wurde dabei neben dem schön erwähnten Christoph Matznetter durch Sabine Jungwirth, Obfrau der Grünen Wirtschaft und Ehefrau von Vizekanzler Kogler, Holger Bonin, Direktor, Institut für höhere Studien (IHS) sowie Lukas Haider (MJ99), Leiter des österreichischen Standortes der Boston Consulting Group herausgefordert. Unser Mitglied Rudolf Mitlöhner, KURIER, moderierte in bewährter Art und Weise.

„Was sorgt 800 weltweit befragte CEOs? Neben den makro-ökonomischen Entwicklungen bereitet vor allem der Arbeitskräftemangel großen Sorgen. Wie und woher bekommen wir in Zukunft unsere Talente und Experten“, bringt es Haider auf den Punkt. „Genau da zeichnet sich Österreich vor allem aus, nämlich durch unser erfolgreiches duales Ausbildungs- und Lehrlingsmodell“, ergänzt Kocher und ergänzt „plus wir dürfen unseren Standort auch nicht immer nur schlechtreden, denn wir haben die viertgrößte Kaufkraft pro Kopf in der EU. Aber es stimmt, wir haben zum ersten Mal seit langem 3 rezessive Quartale plus eine Inflation, die höher als der Durchschnitt in der EU ist. Noch ein Jahr darf dies nicht passieren.“

Holger Bonin als auch Kocher sind überzeugter Dinge, dass 2024 wieder Wirtschaftswachstum einkehren wird und nicht zu überhitzte KV-Abschlüsse sowie die vor kurzem eingeführten kaufkraftfördernden Maßnahmen der Regierung (e.g. Abschaffung der kalten Progression) zu einem Einpendeln der Inflation führen werden. Jungwirth sah es ähnlich, würde sich aber über eine Entbürokratisierung der Rot-Weiß-Rot Karte freuen sowie die Teilzeitfalle aktiv angehen.

weitere Beiträge